Massiver Blackout

16. Juni 2019 13:47; Akt: 17.06.2019 07:35 Print

Stromversorgung normalisiert sich langsam

Nach einer schweren Störung im Verbindungssystem waren Argentinien und Uruguay ohne Strom. 48 Millionen Menschen waren davon betroffen.

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Am Abend, nach zehn Stunden Unterbruch, ist der Strom erst in der Hälfte Argentiniens wiederhergestellt worden. Auf Twitter zogen argentinische Nutzer Vergleiche zu Venezuela, wo es seit März 2019 immer wiederkehrende Stromausfälle gab. «Mit (Präsident) Macri sind wir lediglich Venezuela», schrieb ein Nutzer. Argentinien, wo im Herbst Präsidentschaftswahlen stattfinden, leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise. Die Infrastruktur gilt als marode. In verschiedenen Provinzen Argentiniens wurden Gouverneurwahlen abgehalten - im Dunkeln. Buenos Aires gleicht einer Geisterstadt - obwohl in einigen Quartieren bereits der Strom zurückgekehrt ist. Leute in Buenos Aires suchen Zuflucht in Bars, die mit unabhängiger Stromversorgung funktionieren. Nur im schicken Quartier Recoleta in Buenos Aires ist am Sonntagmittag (Lokalzeit) der Strom zurückgekehrt. Ein ungewohntes Bild: Restaurants und Bars sind zu. Sämtliche McDonald's und die meisten Starbucks in Buenos Aires bleiben wegen des Stromausfalles geschlossen. Die Ampeln in der ganzen Buenos Aires sind abgestellt. «Regen und Stromausfall in Buenos Aires», schreibt ein Leser-Reporter. In Teilen Südamerikas ist es am Sonntag zu einem massiven Stromausfall gekommen. Ganz Argentinien und Uruguay seien nach einer schweren Störung im Verbindungssystem ohne Elektrizität, teilte der argentinische Energieversorger Edesur auf Twitter mit. Die beiden Nachbarländer haben zusammen rund 48 Millionen Einwohner. Eien Frau in Uruguay präpariert im Kerzenlicht den Schoppen für den Nachwuchs. Am späteren Sonntagnachmittag Schweizer Zeit hatte zumindest der Norden Argentiniens teilweise wieder Strom. In Buenos Aires (Bild) sollte dies am Abend dann der Fall sein. Die elektronische Bezahlung fiel aus. Zum Zeitpunkt des Stromausfalls herrschte in Buenos Aires eher trübes Wetter. Laut Behörden wird es wohl noch den ganzen Tag dauern, bis überall wieder der Strom fliesst. Und während bei den einen Tankstellen gähnende Leere herrscht,.. ...bilden sich bei anderen lange Warteschlangen.

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(hal/rab/dmo/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fritz am 16.06.2019 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kommt gut

    wird auch anderswo geschehen, wird toll werden, besonders wenn in der Zukunft das vielgepriesene bargeldlose Zeitalter überall um sich gegriffen hat......

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  • Frtz am 16.06.2019 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Jaja...

    ...ist alles gut, solange man noch etwas Wasser übrig hat. Was viele nicht wissen: ohne Strom keine Wasserpumpen und somit kein Hahnenwasser (kein Kochen, kein WC). Auch keine Frischwaren aus dem Kühlschrank mehr.

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  • Don Vito Corleone am 16.06.2019 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warte schon lange darauf

    dass das auch mal bei uns passiert. Kein Telefon, kein Handynetz, kein Internet, kein Fernsehen, kein Herd, kein Backofen, kein Kühlschrank, keine Bahn, kein Trämli usw. geht mehr! Auch essen im Restaurant oder Pizza Kurier, Kino ist abgesagt! Banken, Geldautomaten und bezahlen ohne Bares fällt auch aus! So ein 12 - 24 Stunden Ausfall bei uns wäre mal etwas anderes! Wetten, es gibt keine Notfallpläne dafür!?!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M.H. am 17.06.2019 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    72 Stunden Autark

    Gott Sei Dank ist unser Haus mit 20kw auf dem Dach und 36kwh im Technikraum, bei 0,5kwh pro Stunde über 3 Tage hinweg Autark. Die drei Tage aber auch nur wenn die Sonne auch noch aus ist. Ist sie nicht aus reicht es ewig und fürs Auto langt es auch noch.

  • Gener Ator am 17.06.2019 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    demnächst in Russland, Iran, Türkei

    Der Test hat gezeigt, dass die Schadsoftware zur gezielten Herbeiführung eines landesweiten und sogar landesübergreifenden Totalausfall eines Stromnetzes funktioniert, eine Warnung an alle die nicht hörig sind...

    • Jochen am 17.06.2019 07:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gener Ator, geht's auch genauer?

      Wem soll wer denn hörig sein?

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  • Pascal am 17.06.2019 06:01 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur das

    Da man ja auf IP-Telefonie und Fernsehen setzen musste, wird auch die Kommunikation zusammenbrechen. Die Batterien der Antennen wären schnell leer.

  • Tobias am 17.06.2019 05:42 Report Diesen Beitrag melden

    Halb so wild

    Wohne seit 2 Jahren in BA. Also für den Mittelstand ist die Lage nur halb so schlimm wie beschrieben. Fast alle kochen und heizen mit Gas und haben Wassertänke auf dem Dach. Das Handynetz hat soweit weiterfunktioniert und der Verkehr war ruhig ohne Ampeln. Alles halb so wild.

  • Alternative für die Schweiz am 17.06.2019 05:14 Report Diesen Beitrag melden

    Kickt Kirchner weg vom Thron

    Kickt die Kirchner endlich aus dem Regierungs - Sessel, und dem Land wird es innert zwei Jahren massiv besser gehen. Zu viel Sozialismus schadet und vernichtet, siehe Venezuela, Kuba, und Zentralamerika? Höchste Kriminalität und hunderttausende auf der Flucht!

    • Peter Wüest am 17.06.2019 07:03 Report Diesen Beitrag melden

      Update

      Sie sind da gute vier Jahre im Rückstand; seit 2015 heisst der Präsident Mauricio Macri und nicht mehr Christina de Kirchner. Sie konnte nach zwei Amtszeiten auch nicht mehr kandidieren. Nach dieser alternativen Logik müsste es je nun doppelt so massiv besser gehen.

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