Horror-Farm

06. Dezember 2011 08:46; Akt: 06.12.2011 08:59 Print

Gequälte Bären in Vietnam gerettet

14 teils verletzte Bären wurden in Vietnam von einer Farm befreit. Tierquäler hatten den hilflosen Tieren die Galle entzogen. In Vietnam werden tausende Mondbären gefangen gehalten.

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Tierschützer haben 14 teils verletzte Mondbären in Vietnam aus der Gefangenschaft befreit. Die Tiere wurden in einer Farm im Süden des Landes gehalten, wo ihnen in einem schmerzhaften Prozess Galle entzogen wurde, berichtete die Organisation Animals Asia Foundation (AAF) am Dienstag.

Bärengalle ist als Heilmittel in der traditionellen asiatischen Medizin begehrt, obwohl Ärzte die Wirkung bestreiten. Die Besitzer der Bärenfarm in der Provinz Binh Duong übergaben die Tiere nach eigenen Angaben freiwillig, nachdem sie über die Arbeit der Tierschützer im Fernsehen gehört hatten.

«Ich liebe Bären», sagte einer von ihnen, Nguyen Ngoc Tien. «Ich rufe andere Farmen auf, die Tiere auch abzugeben.» Die Bären werden jetzt in einer Tierschutzeinrichtung in der Nähe von Vietnam wieder aufgepäppelt. Viele hätten Verletzungen gehabt, die darauf hinweisen, dass sie mit Fallen in der Wildnis gefangen wurden, teilte die Organisation mit.

Tausende Bären in Gefangenschaft

Nach AAF-Schätzungen werden in Asien mehr als 14 000 Mondbären wegen ihrer Galle in Farmen gehalten. In Vietnam liegen sie meist in engen Käfigen. Die Tiere werden halbwegs betäubt, ehe die Gallenblase mit grossen Spritzen angestochen wird.

Das Geschäft ist zwar illegal, Tierschützern zufolge blüht der Schwarzmarkt aber. Nach Angaben der Regierung wurden 2005 rund 4200 Bären auf Farmen gehalten. Die Zahl ist angeblich um etwa 700 zurückgegangen, neuere Statistiken gibt es aber nicht.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Claude am 06.12.2011 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Unbegreiflich

    Ich bin wahrhaftig nicht stolz ein Mensch zu sein. Ich begreife solche Taten nicht. Warum muss der Mensch immer Tiere malträtieren?

  • Tom S. am 06.12.2011 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Fazit: "Bärenbotschaften" helfen

    8-tung: Die Einnahme von "Mondbärengalle- oder Säfte" erhöht vorallem bei Männern das Risiko der Tumorbildung im Genitalbereich (vorab Hoden) und kann zu totaler Erblindung führen! Fazit: Nur überzeichnete Präventivbotschaften helfen den Bären wirklich. Also bindet der rückständigen Männerwelt medizinisch-verpackte wirksame "Bärenbotschaften"auf - dem Bär zu liebe. MfG / TS

  • JAY am 06.12.2011 10:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hier genau das gleiche

    bei uns sind andere Tiere zu tausenden unter miserablen Bedingungen eingesperrt. Wo ist da der Unterschied?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Anton Cosmo am 06.12.2011 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    Möchtegern Zivilisierte CH

    Weshalb nach Asien. Unsere Unis bieten genau die selben Bilder. Davon können die Rhesusaffen ein Lied singen. An alle die dümmlichen Menschen mit überselektiven Augen die jeweils denken die Barbaren leben im Ausland. Barbarei gibts überall und nur weil wir gewohnt sind sie zu sehen oder eben nicht, ändert das nichts an dieser Tatsache.

  • Marco Schwarz am 06.12.2011 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Bären

    Es handelt sich um den Kragenbären, welcher hier irgendwie zum Mondbären umbenannt wurde. Dem Bericht zu entnehmen ist, dass in Vietnam etwa 4200 Tiere dieser Art illegal, bei einer rückläufigen Anzahl, gehalten werden. Vermutlich wird durch die Regierung nicht drastischer eingegriffen, weil man nicht weiss, wie und wo man mit diese Bären unterbringen soll. Es sind Einzelgänger und man müsste also 4200 Gehege bauen. AAF macht eine gute Arbeit, aber vielleicht müssen mehr Anstrengungen unternommen werden, um die Wildpopulation zu schützen, damit keine weiteren Tiere mehr dasselbe Ziel haben

  • Michael Palomino (*1964) am 06.12.2011 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Der Irrglaube

    Bären wegen Galle gequält, Nashörner wegen des Horns ausgerottet - es ist schon grauenhaft, wozu der Irrglaube beim Menschen führen kann. Dabei gibt es genügend pflanzliche Mittel.

  • Regi am 06.12.2011 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur weit weg von hier...

    Sehr traurig! Gerade in den asiatischen Ländern werden Tiere als Sache gesehen und ohne jegliches Mitgefühl behandelt. Ich mache mir aber auch jedesmal Gedanken, wenn ich ein Medikament einnehmen muss, ob und wie möglicherweise Tiere dafür leiden mussten. Eigentlich missbrauchen wir für alles Tiere, um unseren sogenannten "Fortschritt" voran zu treiben. Auch traurig!

  • Evelyn am 06.12.2011 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geht gar nicht

    Geht gar nicht so etwas! Solche Menschen sollten genau das gleiche erleiden, wie diese Bären! Mal schauen, was sie dann davon halten; bestimmt kein Wiederholungsbedarf!