24. Januar 2008 23:15; Akt: 25.01.2008 00:22 Print

Gewalt an Tieren nimmt zu – der STS fordert Anwälte

Der Schweizer Tierschutz (STS) schlägt Alarm: Fast jeden Tag werden neue, brutale Tierquälereien gemeldet.

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Die Welle der Gewalt gegen Tiere hat laut STS etwa im Dezember begonnen und hört nicht auf. Die perversen Tierhasser schlügen mit sadistischer Grausamkeit zu, heisst es in einer Mitteilung des STS. Katzen wurde der Schädel eingeschlagen, Hunde starben qualvoll an vergifteten Ködern, und Meerschweinchen wurden zu Tode gequält. Auch Grosstiere blieben nicht verschont: Ein Pony wurde geschändet und ein Pferd mit einem spitzen Gegenstand verletzt.

«Da werden Erinnerungen an die schreckliche Serie von Tiermisshandlungen in der Nordwestschweiz aus dem Jahr 2005 wach», so STS-Sprecher Mark Rissi. «Wir fordern ein konsequenteres Vorgehen gegen Tierquälereien.» Dies sei nur selten so. Rissi: «Jüngst erhielt ein Mann, der seinen Hund 38 Tage im Badezimmer zurückliess, vom Gericht nicht einmal ein Tierhalteverbot.» Dabei sei das Tier völlig abgemagert gewesen und nur knapp dem Hungertod entronnen. Deshalb will der STS mit einer Volksinitiative erreichen, dass alle Kantone Tierschutzanwälte einstellen müssen.

Christian Degen