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03. Februar 2019 12:24; Akt: 03.02.2019 20:35 Print

Granate in Hongkonger Chipsfabrik gefunden

Mitarbeiter einer Kartoffelchipsfabrik in Hongkong entdeckten einen Sprengkörper aus dem 1. Weltkrieg. Dieser war mit einer Ladung Kartoffeln aus Frankreich importiert worden.

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Die Handgranate wurde am Samstag in einer Ladung frischer Kartoffeln aus Frankreich entdeckt und noch vor Ort von Sprengstoffexperten entschärft. Die Polizei von Hong Kong Teilte von der Aktion ein Video via Twitter.


«Wir haben sie als eine Waffe deutscher Produktion identifiziert, die vermutlich im Ersten Weltkrieg benutzt wurde», sagte Polizeipräsident Wilfred Wong Ho-hon zu Journalisten. Sie sei etwa acht Zentimer dick und ein Kilo schwer gewesen.

Mehr als hundert Jahre nach dem Kriegsende sei die Granate nicht mehr besonders stabil gewesen. Sie sei im Krieg zwar gezündet worden, aber nicht explodiert.

Als Acker genutzt

Der Militärhistoriker Dave Macri von der Universität Hongkong ging davon aus, dass die Granate während des Kriegs in den Schützengräben Frankreichs zurückgeblieben war, entweder versehentlich oder nach der Zündung.

«Der Graben wurde dann aufgefüllt und als Acker genutzt», sagte er der Zeitung «South China Morning Post». Der Sprengsatz sei nun zusammen mit der Kartoffelernte wieder ans Tageslicht gekommen und nach Hongkong verschifft worden.

In Hongkong müssen Sprengstoffexperten immer wieder historische Geschosse entschärfen. Meistens handelt es sich dabei jedoch um Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg, welche die US-Armee über der japanisch besetzten Stadt abwarf.

(dmo/sda)