14. April 2005 17:13; Akt: 14.04.2005 17:25 Print

Grippetod im Altersheim

Anfang Jahr starben 15 hochbetagte Bewohner des Altersheims der Stadt Rorschach nach einer Grippe. Starben die Menschen, weil sie nicht genügend betreut werden konnten?

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Anfang Jahr starben 15 hochbetagte Bewohner nach einer Grippe. Der Fall wurde erst jetzt öffentlich.

Stadtpräsident Thomas Müller (CVP) bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte und sagte, die Stadt Rorschach sei keine «lausige Arbeitgeberin», wie die SP ihr das in ihrem neuen Parteiblatt PerSPektiven vorwerfe. Im Gegenteil: Sie habe sozial gehandelt und den Abbau von Arbeitsplätzen im Heim verhindert.

Die Arbeitszeit- und Lohnreduktion sei in Absprache mit dem Altersheim-Leiter geschehen. Sobald sich abzeichne, dass das Heim wieder besser belegt sei, werde die Lohnreduktion rückgängig gemacht, sagte Müller. Die Lage werde monatlich neu beurteilt. Das Personal des Altersheims der Stadt Rorschach nimmt eine Arbeitszeit- und Lohnreduktion von zehn Prozent in Kauf. Das Heim ist personalmässig unterbelegt.

Aus Pietät gegenüber den Angehörigen sei der Tod der 15 Heimbewohner, die alle im Alter zwischen 89 und 99 Jahren waren, nicht öffentlich gemacht worden. Zudem hatten Ärzte bestätigt, im Altersheim der Stadt sei medizinisch alles in Ordnung. Die 15 Todesfälle hatten sich Anfang Jahr während sieben Wochen ereignet.

(sda)