Portugal

06. Juni 2014 15:56; Akt: 06.06.2014 15:56 Print

Haben Polizisten Maddies Kleider entdeckt?

Seit Montag suchen Polizisten aus Portugal und Grossbritannien mit Spezialgerät nach Hinweisen auf den Verbleib von Maddie McCann. Nun sind Reste von Kleidern aufgetaucht.

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Anfang September 2014 gab Scotland Yerd seine Absicht bekannt, in Portugal erneut zu ermitteln. Bei der Generalstaatsanwaltschaft in Lissabon war «in den zurückliegenden Wochen» ein entsprechendes Ersuchen der britischen Polizei eingegangen. Die Suche nach Madeleine McCann an der Algarve war am 11. Juni 2014 abgebrochen worden. Nach acht Tagen Suche hatte die Polizei keine Hinweise zum Verschwinden des Mädchens gefunden. Am 5. Juni hatte Scotland Yard noch gemeint, eine wichtige Entdeckung gemacht zu habe. Ermittler hatten in der Nähe der Ferienanlage an der Algarve im Süden Portugals Kleidungsstücke gefunden. Die Polizisten waren ausserdem auf ein Labyrinth ungenutzter Abwasserrohre gestossen, das sich über ein Gebiet erstreckt, das dreimal so gross ist wie die ursprünglich abgeriegelte Zone. Mit Mini-Kameras wurde das Tunnelsystem untersucht. Seit dem 2. Juni 2014 suchten Polizisten aus Portugal und Grossbritannien erneut nach Hinweisen auf den Verbleib der verschwundenen Madeleine McCann. Die Beamten untersuchten mit Spezialgerät eine Brachfläche an der Algarve, aus der die damals fast Vierjährige verschwunden war. Während acht Tagen untersuchten Experten das Gelände, das etwas grösser ist als ein Fussballfeld, auf kriminaltechnisch relevante Spuren. Dabei kamen Bagger, Hunde .... ... und Radar zum Einsatz. Beamte der portugiesischen Polizei sperrten das Gelände ab. Ein Polizist suchte das Buschland ab. Die britischen Behörden hatten den Fall wieder aufgenommen, nachdem Madeleines Eltern vor drei Jahren in einem Brief an Premierminister David Cameron beklagt hatten, die Behörden in Portugal und Großbritannien hätten nie genug getan, um das Schicksal ihrer Tochter zu klären. Scotland Yard liess mitteilen, man erhoffe sich mehr Beweise in dem Fall. Madeleine McCann verschwand im Mai 2007 aus ihrem Zimmer in der Ferienanlage Ocean Club in der Algarve, während ihre Eltern mit Freunden in einem naheliegenden Restaurant speisten.

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Die Polizei könnte eine neue heisse Spur im Fall Maddie haben. Ermittler des Scotland Yard und der portugiesischen Polizei haben auf einem Gelände, das etwa 300 Meter vom portugiesischen Ferienort Praia da Luz entfernt liegt, Kleidungsstücke gefunden.

Wie die «Bild»-Zeitung schreibt, sollen die Ermittler die Fundstücke in der Nähe eines Erdlochs entdeckt haben. Das «nichtorganische» Material wird nun kriminaltechnisch untersucht. Es könne jedoch Tage dauern, «bis wir wissen, wie wichtig die Fundstücke genau sind», meinte eine Quelle aus Ermittlerkreisen, auf die sich die britische Zeitung «The Sun» beruft.

Mini-Kameras kommen nun zum Einsatz

Polizisten suchen seit Montag nach dem seit sieben Jahren vermissten britischen Mädchen Madeleine McCann. Das unbebaute und von Buschwerk bewachsene Areal befindet sich in der Nähe der Ferienanlage im Süden Portugals, aus der die damals fast Vierjährige im Mai 2007 verschwand.

Während sechs Tagen sollen Experten das Gelände, das etwas grösser ist als ein Fussballfeld, nach relevanten Spuren absuchen. Dabei werden Bagger, Hunde und Radar eingesetzt. Teilweise graben die Polizisten mit den Händen.

Ausserdem durchsuchen die Beamten mit Mini-Kameras ein Labyrinth ungenutzter Abwasserrohre. Das Tunnelsystem erstreckt sich über ein Gebiet, dass dreimal so gross ist wie die ursprünglich abgeriegelte Zone. Von dem Röhrensystem hatten die Ermittler erst vor wenigen Wochen erfahren.

Der Fall wird neu aufgerollt

Bereits in diesem Frühjahr bekam die Suche nach dem Mädchen neuen Schwung. Damals leitete die Polizei eine Fahndung nach einem Mann ein, der zwischen 2004 und 2010 in derselben Gegend in Ferienhäuser eingebrochen sei und Mädchen sexuell genötigt haben soll.

2008 hatte die portugiesische Polizei die Ermittlungen zum Fall Madeleine zunächst eingestellt, weil sie kein Verbrechen feststellen konnte. 2011 leitete die britische Polizei eine neue Untersuchung ein und fand neue Hinweise, darunter jenen auf den Einbrecher.

(kle)