Südwest-Frankreich

18. Juli 2014 11:00; Akt: 18.07.2014 11:00 Print

Hat Signalstörung zu Zugunglück geführt?

Auf der Strecke zwischen Tarbes und Paris fuhr gestern ein Regiozug in einen TGV-Schnellzug. Beim Aufprall wurden 40 Menschen verletzt, vier davon schwer. Ein Signalfehler soll Schuld am Unfall sein.

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Im Südwesten Frankreichs fuhr am 17. Juli ein Regionalzug auf einen langsam fahrenden TGV auf. (Bild: Keystone/AP/bob Edme)

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Beim Zusammenstoss eines Regionalzugs mit einem Hochgeschwindigkeitszug vom Typ TGV sind im Südwesten Frankreichs am Donnerstag 40 Menschen verletzt worden. Vier von ihnen hätten schwere Verletzungen davongetragen, teilten die Behörden mit.

Zwei der vier Schwerverletzten mussten mit einem Helikopter ins Spital gebracht werden. Der Regionalzug fuhr von hinten auf den langsam fahrenden TGV auf, als beide in dieselbe Richtung rollten. Zunächst waren die Behörden von 17 Verletzten ausgegangen.

Technische Störung oder menschliches Versagen?

Die Behörden vermuten eine Signalstörung als Ursache des Unfalls. Dazu beigetragen haben könnten Nachlässigkeiten bei der Wartung oder auch die grosse Hitze, sagte Verkehrsminister Frederic Cuvillier am Freitag im Radiosender Europe 1. Er wollte sich aber nicht festlegen, ob der Unfall auf menschliches Versagen oder einen technischen Defekt zurückgeht.

Die Bahngesellschaft SNCF kündigte eine sofortige Untersuchung an. In dem auf der Strecke Tarbes-Paris verkehrenden TGV reisten 175 Passagiere, in dem Regionalzug rund 80.

(sda)