Der Fahrer und die DVD

15. März 2012 23:47; Akt: 19.03.2012 15:07 Print

Hat er oder hat er nicht?

Das Gerücht hält sich hartnäckig. Das tragische Car-Unglück in Sierre soll passiert sein, weil der Chauffeur mit einer DVD hantierte. Die Behörden ermitteln in diese Richtung.

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Bei dem schweren Busunglück auf der A9 bei Sierre VS sind am 13. März 2012 28 Personen ums Leben gekommen. So verlief der Unfall von Sierre. Die letzten Meter vor dem Aufprall. Der Kanton Wallis veröffentlicht am 31.1.2013 die 3D-Animation. der schwere Gang der Angehörigen: Sie mussten in der Leichenhalle in Sion ihre Kinder identifizieren. Die Leichen der verstorbenen Kinder wurden am 14. und 15. März ins Centre funériare von Sion gebracht. In Sierre sind am Abend nach dem Unglück des rund 200 Einwohner zu einem spontanen Traueranlass zusammengekommen. Im Verlaufe des Tages sind Sie hoffen, dass ihr Kind zu den Verletzten gehört und nicht zu den 28 Todesopfern. berichten vom Unglück, hier vor dem Spital in Sion. Viele Angehörige werden im untergebracht - von der Polizei gut abgeschirmt vor zu neugierigen Medien. Auch in Belgien finden noch am Abend Trauergottesdienste statt, wie dieser in sprechen den Angehörigen ihr grosses Mitleid aus und danken zugleich den Rettungskräften für ihren grossen Einsatz. Am Eingang des Tunnels der A9, in dem es am Abend des zum Horrorcrash kam, legen Menschen Blumen nieder. Bei dem schweren Verkehrsunfall im Wallis sind . Im Autobahntunnel Sierre fuhr das Fahrzeug in eine Nothaltestelle. Die Rettungsaktion im Tunnel dauerte über an. Das Wrack des Reisecars Es wurde nach Visp gebracht. Im Bus waren unterwegs. Es handelte sich dabei um zwei Schulklassen aus Flandern. Unter den Toten sind Der Car wurde bei dem Aufprall schwer beschädigt, zahlreiche Insassen waren Unter den Toten sind auch 24 weitere Kinder wurden bei dem Unfall eines belgischen Reisecars Eine Tragödie dieses Ausmasses habe es im Wallis , sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Christian Varone, am Mittwochmorgen vor den Medien. Der Reisebus fuhr auf der Autobahn von Sierre in Richtung Sitten. Die meisten Opfer sind Kinder , die im Val d'Anniviers in den Skiferien waren. Die verletzte Kinder wurden in vier Spitäler im Wallis gebracht; drei besonderes wurden in die Unispitäler von Lausanne und Bern geflogen. Die meisten Verunfallten kamen Sie waren auf der nach Belgien. Betroffen zeigte sich an der Medienkonferenz auch der Botschafter Belgiens in der Schweiz. «Dieses Drama wird ganz Belgien erschüttern», sagte Jan Luykx.

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Man kann sich die Szene gut vorstellen. Ein Car mit aufgestellten Kindern, die in bester Laune sind nach tollen Skilager-Erlebnissen und sich darauf freuen, Freunde und Familie bald wieder zu sehen. Da will man nicht ruhig sein, nicht schlafen. Also wird die lange Fahrt in die Heimat mit einem kurzweiligen Film etwas spannender gestaltet.

Am Donnerstagmittag, eineinhalb Tage nach dem Unglück, veröffentlichen «Het Laatste Nieuws» und die «Aargauer Zeitung» als erste die Gerüchte, wonach eine DVD oder eine CD der Auslöser für den Unfall gewesen sein soll. «Der Fahrer wollte eine Kassette wechseln», sollen mehrere überlebende Kinder in den Spitälern ihren Angehörigen und dem Pflegepersonal gesagt haben. Eine Begleitperson habe dem Chauffeur kurz vor dem Aufprall einen Silberling gebracht.

Für Passagiere «unmöglich» zu sehen

Die Walliser Kantonspolizei spricht von «Spekulationen». Ein Sprecher bestätigt zwar, dass die Überlebenden auch zu dieser Thematik befragt worden sind. Doch das sei bloss eine Theorie von mehreren möglichen. Auf den Videoaufzeichnungen aus dem Tunnel sei jedenfalls nicht ersichtlich, dass es kurz vor dem Unfall eine entsprechende Handlung gegeben habe.

Die Verantwortlichen der Car-Firma Toptours gaben derweil bekannt, dass es wegen der Einrichtung des Bus-Inneren für die Passagiere «unmöglich» sei zu sehen, ob der Chauffeur zum Zeitpunkt des Unfalls eine DVD eingelegt habe. Sicher ist, dass das Unglücks-Gefährt mit einem DVD-Player ausgerüstet war. In der Regel sei es die Aufgabe des Ersatzchauffeurs, diesen zu bedienen, lassen die Toptours-Verantwortlichen weiter verlauten.

Das Rätselraten um die Unfallursache geht also weiter. Bislang gehen die Behörden von drei Thesen aus: technische Panne, menschliches Versagen oder ein akutes Gesundheitsproblem des Fahrers. Die genaue technische Untersuchung des Wracks beginnt am Freitag.

(rme)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Ich bin auch Rettungssanitäter und war beim Crossairabsturz von Bassersdorf im Einsatz. Ich kann mir sehr gut vorstellen, was die Retter mitansehen musste. Die schrecklichen Bilder werden einem ein Leben lang in Erinnerung behalten. Ich wünsche den Hinterbliebenen, den Verletzten und den Rettern viel Kraft. Sprechen kann helfen, aber es heilt nie das was man sah und geschah. – Andreas

Als Mutter zweier Kleinkinder bin ich zutiefst schockiert und unendlich traurig :(. Mir fehlen die Worte, zu schlimm und unfassbar ist dieser tragische Unfall. Ich will keine Schuldigen suchen, sondern mein Mitgefühl ausdrücken. Es gibt nichts Schlimmeres als sein(e) Kind(er) zu verlieren :(! Meine Gedanken sind bei den Eltern, Geschwistern und Freunde der Opfer, bei den Überlebenden, den Zeugen und den Helfern/Rettern. Ihnen allen wünsche ich viel Kraft in dieser traurigen, schwergen Zeit. Mit stillem Gruss – Andrea Mordasini, Bern

Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft! Und an all die Menschen, die sich über Kleinigkeiten beschweren und ärgern: Denkt mal darüber nach, wie gut es und doch eigentlich geht! – Laura

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Poul am 15.03.2012 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    ...traurig!!

    ..CHAPEAU an alle die geholfen haben!!

  • Evelyne E. am 14.03.2012 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Unvorstellbar!

    Ich könnt bloss heulen den ganzen Tag...mein kleiner Neffe ist auch 12 Jahre alt...ich muss an die Familien denken...da sind Mamas und Papas sowie Omas und Opas und Geschwister die ganz einfach mit einer Riesen Katastrope konfrontiert werden! ...und wieder mal stellt sich mir die Frage: " Wo war Gott"!! Ich habe meinen Glauben nun komplett verloren.

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  • R.merz am 14.03.2012 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ubermüdet

    Es wäre an der Zeit eine automatische Fahrzeitueberwachung für Lastwagen und Busse einzuführen. Das gleiche gilt für ein atomatisches Löschsystem.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Timo am 16.03.2012 21:07 Report Diesen Beitrag melden

    Tunnel-Fahrspuren sind alle viel zu Eng

    Ferner sollten auch die erhöhten Seiten-Abschlussränder verschwinden.

  • Brigitte Muster am 16.03.2012 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Wallis

    Diese Tragödie ist einfach nur schrecklich und lässt einen kaum mehr los. Ich bin voller Bewunderung für alle involvierten Walliser, seien es Retter, Behörden oder einfach nur die ganz normale Bevölkerung, die irgendwie und irgendwo geholfen haben. Was das Wallis hier geleistet hat ist beispiellos und erfordert den allerhöchsten Respekt. Die Effizienz, mit der gearbeitet wurde ist beachtlich und die Diskretion, mit der die Angehörigen bedacht wurden habe ich noch nirgends erlebt. So traurig die Aufgabe auch war, es ist gelungen, innerhalb von nur 2 Tagen alle Opfer zu identifizieren. Chapeau.

  • Haati am 16.03.2012 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Das tut mir so Leid

    Das ist so schlimm, mir kommen schon die Tränen .. Für die Eltern war das bestimmt das schlimmste in ihrem Leben..

  • Andrea S. am 16.03.2012 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Schwere Zeiten!

    Es ist schon tragisch: da befindet man sich auf einer Reise, freut sich auf das Wiedersehen mit Familie und Freunden und der gewohnten Umgebung, und dann wacht man in einem Spital wieder auf - mit schwersten Verletzungen... Wenn man sich das so vorstellt.

  • Fruchtjoghurt am 16.03.2012 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Tragisch

    Ich wünsche allen Beteiligten (Familie, Freunde, Angehörige, etc.) viel Kraft um das ganze zu verarbeiten!! Das sind schreckliche Bilder und es erschüttert mich jedes mal, wenn ich daran denke oder einen Artikel lese. Und noch ein grosses Lob an die Rettungskräfte, welche alles gegeben haben. Es muss schwer sein, wenn Kinder vor deinen Augen sterben und du auch als Rettungssanitäter nichts dagegen machen kannst.