Serienkiller auf Zypern

25. April 2019 21:15; Akt: 26.04.2019 07:27 Print

Hauptmann gesteht sieben Frauenmorde

Auf Zypern hat ein Serienmörder mehrere Frauen umgebracht und sie in einer verlassenen Mine verscharrt. Die Polizei befürchtet, dass das erst der Anfang ist.

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Eine Mordserie erschüttert Zypern. Ein Serienkiller soll mehrere Frauen umgebracht und sie in den Schächten einer verlassenen Erzgrube und in anderen Regionen der Touristeninsel verscharrt haben.

Nicos Metaxas, ein 35-jähriger Hauptmann der Zyprischen Nationalgarde, hat am Donnerstag gestanden, fünf Frauen und zwei Mädchen ermordet zu haben, wie das griechische Portal IN berichtet. Die örtliche Polizei hat jedoch bisher erst drei Leichen entdeckt.

Opfer stammen aus den Philippinen und aus Rumänien

Der mutmassliche Killer kontaktierte seine Opfer über einem Online-Datingportal. Dort hatte er sich den Namen «Orestes» gegeben. Im Dezember 2017 soll Metaxas die 30-jährige Maricar Valdez Arquiola aus den Philippinen kennengelernt haben. Kurz danach verschwand die Frau. Ihre stark verweste Leiche wurde kürzlich in einer Grube gefunden.

Im Mai 2018 traf «Orestes» die 38 Jahre alte Mary Rose Tiburcio ebenfalls aus den Philippinen. Ihre Leiche wurde vor wenigen Tagen in einem Schacht in der stillgelegten Mitsero-Mine entdeckt, 16 Kilometer westlich der zyprischen Hauptstadt Nikosia. Von ihrer sechs Jahre alten Tochter fehlt jedoch jede Spur.

Im Juli 2018 soll der mutmassliche Mörder dann die Filipina Arian Palanas Lozano getroffen haben. Auch sie verschwand wenig später. Wie «Cyprus Mail» berichtet, sucht die Polizei nun fieberhaft nach den Leichen der 36-jährigen Rumänin Livia Florentina Bunea und der achtjährigen Tochter Elena. Beide verschwanden spurlos Ende September 2016. Metaxas gab beim Verhör zu, eine Frau aus Rumänien und deren Tochter ermordet zu haben.

Fotos von Maricar auf seiner Festplatte

Die Ermittler kamen dem Hauptmann auf die Spur, nachdem sie auf seinem Computer Fotos der ermordeten Maricar Valdez Arquiola entdeckten. Am Anfang soll Metaxas eine Verbindung zu den Morden geleugnet haben, schliesslich habe er aber während der Einvernahme die Taten zugegeben.

Die Ermittler befürchten, dass der Mann noch mehr Frauen ermordet habe, als er bislang gestand. Dies berichten zyprische Medien übereinstimmend. «Wir wissen noch nicht, welche Dimensionen dieser Fall tatsächlich hat», erklärten Polizeivertreter im zyprischen Staatsrundfunk.

(kle)