Inferno in Griechenland

26. Juli 2018 22:39; Akt: 26.07.2018 22:40 Print

Regierung vermutet Kriminelle hinter Bränden

Den Waldbränden in der Region Athen sind bislang 81 Menschen zum Opfer gefallen. Rund 190 wurden verletzt, etliche weitere werden noch vermisst.

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Eine Luftaufnahme zeigt die verbrannte Siedlung in Mati, östlich von Athen. (25. Juli 2018) Feuerwehrkräfte konnten bis zum frühen Mittwochmorgen fast alle Brände unter Kontrolle bringen. Im Katastrophengebiet im Osten Athens um die Hafenstadt Rafina setzten Rettungsmannschaften und freiwillige Helfer die Suche nach weiteren Opfern in den verbrannten Häusern und Wohnungen fort. Bürgermeister der Region befürchteten, dass die Zahl der Toten sogar dreistellig werden könnte, da noch zahlreiche Menschen vermisst werden. In einer Region rund 70 Kilometer westlich von Athen gab es noch ein Feuer auf einem Berg, wie der griechische Minister für Bürgerschutz, Nikos Toskas, im griechischen Fernsehen ERT mitteilte. Unterdessen ist Hilfe angelaufen: Im Westen Athens operieren rund 60 zyprische Feuerwehrleute. Am Mittwochvormittag sollen auch zwei italienische und ein rumänisches Löschflugzeug eingesetzt werden. Die Küstenstadt Mati am Tag nach dem grossen Flammeninferno. (24. Juli 2018) «Mati existiert nicht einmal mehr als Siedlung»: Eine Frau läuft durch die von den Bränden heimgesuchte Küstenstadt. Einige Anwohner waren gezwungen, sich vor den Flammen ins Meer zu retten. Die wegen der Rauchschwaden vorübergehend gesperrte Autobahn zwischen Athen und Korinth wurde am Dienstagmorgen wieder geöffnet. Die Rettungskräfte haben weitere Leichen gefunden: Menschen beobachten das Feuer in der Stadt Rafina. Eine Frau schützt sich vor dem dunklen Rauch und läuft an ausgebrannten Autos in Mati vorbei. (23. Juli 2018) Die Flammen breiten sich im Städtchen Rafina in der Nähe von Athen aus. (23. Juli 2018) Mehr als 300 Feuerwehrleute, fünf Flugzeuge und zwei Helikopter stehen im Einsatz, um sich der extrem «schwierigen Situation» anzunehmen, wie Athens Feuerwehrkommandant Achille Tzouvaras sagt. Bild: Ein Feuerwehrmann steht vor einem brennenden Haus in Kineta. Die Zahl der Opfer dürfte noch deutlich steigen: Ein Feuerwehrmann im Osten von Athen. (23. Juli 2018) In der Region um die griechische Hauptstadt wurde der Notstand ausgerufen. (23. Juli 2018) Ein Haus in Kineta wird von Flammen bedroht. (23. Juli 2018) Rund um die griechische Hauptstadt Athen wüten schwere Waldbrände. Die Nachrichtenagentur AFP meldet mindestens fünf Tote. Hinzu kommen mehrere Personen mit teils schweren Verletzungen. Die Menschen versuchen sich vor dem Rauch zu schützen. In der Region um die Hauptstadt wurde der Notstand ausgerufen. Mehr als 300 Feuerwehrleute, fünf Flugzeuge und zwei Helikopter waren nach Angaben der Athener Feuerwehr im Einsatz. Eine Feuerwehrsprecherin sagte, Athen habe andere EU-Staaten um Hilfe gebeten. Das Militär stellt Flugzeuge, Helikopter und Tankwagen zur Verfügung. Die verschiedenen Feuer rückten bis auf 30 Kilometer an die Hauptstadt heran. In Griechenland herrschten derzeit Temperaturen um die 40 Grad Celsius. Durch den starken Wind breiten sich die Feuer rasch aus. Waldbrände in den heissen Sommermonaten sind in Griechenland keine Seltenheit. Im Jahr 2007 waren bei Waldbränden insgesamt 77 Menschen getötet worden. Ein Feuerwehrsprecher beklagte, dass sich nicht alle Bewohner an die Anweisungen der Behörden hielten. In der Nähe der Stadt Marathon musste ein Ferienlager mit rund 600 Kindern evakuiert werden. In Mati flüchteten die Menschen an den Strand.

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(kat/fur/chk/sda)