Unglück im Tirol

30. März 2011 16:04; Akt: 30.03.2011 20:58 Print

Heli stürzt in See - Schweizer an Bord

Im Tirol ist ein Helikopter in den Achensee gestürzt. An Bord waren vier Personen, darunter ein Schweizer Polizist (43). Vermutlich sind alle Crew-Mitglieder ums Leben gekommen.

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Beim Absturz eines Helikopters der Flugpolizei in Tirol sind am Mittwoch vermutlich alle vier Menschen an Bord - drei Tiroler und ein Schweizer - ums Leben gekommen.

Der zweimotorige Eurocopter 135 war um 9.15 Uhr in Innsbruck gestartet und stürzte kurz nach 10.00 Uhr in den Achensee. Unmittelbar nach dem Unglück wurde ein Leichnam geborgen, die drei anderen Männer sind vermutlich mit dem Wrack versunken. Warum es zu dem Unglück kam, war vorerst nicht bekannt.

Polizist geborgen

Bei dem tot geborgenen Polizisten handelt es sich laut Behörden um einen 38 Jahre alten Flugbegleiter. Im Helikopter befanden sich zudem der 41-jährige Pilot aus Tirol, ein 53-jähriger einheimischer Grenzpolizist und ein 43 Jahre alter Grenzwächter aus der Schweiz.

Der vermisste Schweizer war als Hospitant in einer Weiterbildung auf dem Landespolizeikommando Tirol in Innsbruck, wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilte.

Die Leiche des Flugbegleiters wurde etwa eine Viertelstunde nach dem Absturz auf dem Wasser treibend gefunden. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass die drei anderen Polizeibeamten mit der Zelle des Helikopters versunken sind.

Wrack in 80 Meter Tiefe

Das Wrack wird in einer Tiefe von mindestens 80 Metern vermutet, wie der Tiroler Landespolizeikommandant Helmut Tomac an der Pressekonferenz sagte. Eine Bergung aus so grosser Tiefe gilt als äusserst schwierig.

Die Absturzstelle liegt zwischen Achenkirch und der Gaisalm. Der Helikopter - er befand sich auf einem Übungs- und Grenzflug - war in südlicher Richtung unterwegs und sei unvermittelt abgesunken, ehe er in den See stürzte, berichtete Tomac unter Berufung auf Augenzeugen.

Sämtliche Feuerwehren der Umgebung wurden alarmiert, 43 Taucher standen im Einsatz. Unterstützt wurden die Teams von der bayerischen Wasserwacht, deren Einsatzkräfte per Helikopter eingeflogen wurden und mit einem Sonargerät die Suche nach dem Wrack aufnahmen. Darüber hinaus waren Unterwasserkameras im Einsatz.

(feb/sda)