Vermisst

08. Februar 2011 15:01; Akt: 04.03.2011 13:53 Print

Helikopter sucht Vater mit zwei Söhnen

In Neuheim ZG verliess Erich Z. mit seinen Söhnen die Wohnung - um ins Einkaufszentrum zu gehen. Seither fehlt jede Spur. Die Polizei sucht mit einem Helikopter und mit Bluthunden.

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Seit Montagabend vermisst: Vater Erich Z. und die Söhne Tim und Lorin. (Bild: zvg)

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Die Polizei sucht fieberhaft nach dem vermissten Familienvater Erich Z. und seinen beiden Söhnen Tim und Lorin. Am späten Abend nahm auch ein Helikopter der Schweizer Armee mit Wärmebildkamera die Suche nach den drei Vermissten auf. Abgesucht werde das Gebiet in und um Neuheim, teilten die Strafverfolgungsbehörden am Abend mit.

Auch die Bilder der Überwachungskamera im Einkaufszentrum «Herti» in Zug werden ausgewertet. Dort wollte der 50-jährige Vater mit seinen Kindern Einkäufe erledigen. Ob er jemals dort angekommen ist, ist bis jetzt unklar. Seit er am Montagabend um zirka 17.15 Uhr zusammen mit seinen beiden Söhnen die gemeinsame Wohnung verliess und mit einem silberfarbenen Nissan Note wegfuhren, fehlt jede Spur.

Drei bis vier Hinweise seien inzwischen aus der Bevölkerung eingegangen, sagt Polizeisprecher Marcel Schlatter gegenüber 20 Minuten Online. «Die werden nun abgeklärt.» Auch die Ortung der Vermissten über die Handydaten wird derzeit geprüft. Zudem ist der Fall im nationalen Fahndungssystem Ripol ausgeschrieben und somit sämtliche Polizeien in der Schweiz alarmiert.

Finanzielle Probleme nicht ausgeschlossen

Völlig unklar ist derzeit das Motiv. Suizidale Absichten habe der Vater nicht geäussert. Auch Befragungen im näheren Umfeld der Familie hätten keine Hinweise über das Verschwinden geliefert. Ob der Firmeninhaber finanzielle Probleme hat, könne derzeit nicht ausgeschlossen werden. Auch nicht, ob es sich um einen Entführungsfall handelt. «Das Motiv ist unbekannt», sagt Schlatter.

Nur eine Woche, nachdem Matthias S. seine beiden Zwillingstöchter Livia und Alessia entführte und sich später in Italien vor den Zug warf, erschüttert ein weiterer Vermisstenfall die Schweiz. Der Fall in Zug erinnert denn auch an den nach wie vor ungeklärten Fall der verschwundenen Zwillinge. Gesucht wird nun in beiden Fällen intensiv nach den Vermissten.

«Die Polizei suchte mit Bluthunden und Beamten nach den Vermissten», sagt Schlatter. Die Suche wurde noch in der Nacht auf Dienstag aufgenommen, nachdem die Ehefrau am selben Abend eine Vermisstmeldung aufgab. Ob die Eltern von Lorin und Tim Probleme in der Ehe hatten, ist nicht klar - wie so vieles in dem Fall.

(meg/sda)