134 Tote in Brasilien

01. Februar 2019 22:45; Akt: 04.02.2019 18:39 Print

Hier überrollt die Schlammlawine eine Mine

Die Anzahl Todesopfer nach der Schlammlawine in Brasilien steigt weiter an. Neue Bilder zeigen, wie sich der Schlamm über das Gelände einer Eisenerzmine wälzt.

Die Schlammlawine überrollt das Gelände der Mine, auf dem sich unter anderen eine Cafeteria befand. (Video: Record TV)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach dem Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien ist die Zahl der bestätigten Todesopfer auf 134 gestiegen. 199 weitere Menschen wurden noch vermisst, wie die Zivilschutzbehörde am Donnerstag mitteilte.

Die Zahl der Toten dürfte noch weiter steigen. Nach Einschätzung der Rettungskräfte besteht kaum noch die Aussicht, Überlebende zu finden. Die letzten Überlebenden waren am Samstagmorgen geborgen worden.

Zwölf Millionen Kubikmeter Schlamm

Der Damm an der Mine Córrego do Feijão des brasilianischen Bergbaukonzerns Vale war am vergangenen Freitag gebrochen. Eine Schlammlawine war über Teile der Anlage und benachbarte Siedlungen nahe der Ortschaft Brumadinho im Bundesstaat Minas Gerais hinweggerollt und hatte Menschen, Häuser und Tiere unter sich begraben. Insgesamt ergossen sich rund zwölf Millionen Kubikmeter Schlamm auf eine Fläche von etwa 290 Hektar – das entspricht gut 400 Fussballfeldern.

Die Sucharbeiten konzentrierten sich zuletzt auf die Cafeteria der Mine, wo sehr viele Opfer vermutet wurden. «Die Leichen, die wir heute gefunden haben, lagen in unmittelbarer Nähe des Speisesaals», sagte Feuerwehrsprecher Pedro Aihara. Das Gelände sei allerdings sehr gross und die Opfer dürften auf einer weitläufigen Fläche verteilt sein.

(sda)