12. April 2005 08:46; Akt: 12.04.2005 11:06 Print

Hintergrund: Die zehn Topfavoriten für den Heiligen Stuhl

Vor dem Konklave zur Wahl eines Nachfolgers von Johannes Paul II. kursieren in Rom die Namen von etwa zehn Kardinälen, denen gute Chancen für eine Papstwahl eingeräumt werden.

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Am häufigsten genannt werden die folgenden «Papabili» (in Klammern das Jahr der Kardinalserhebung).

- Francis Arinze, 72 (1985), bisher Leiter der Kongregation für Gottesdienst und Sakramentenordnung, aus Nigeria, konservativ in der Moralethik.

- Jorge Bergoglio, 68 (2001), Erzbischof von Buenos Aires, Jesuit und Globalisierungskritiker.

- Tarcisio Bertone, 70 (2003), Erzbischof von Genua, ehemaliger Stellvertreter in der Leitung der Glaubenskongregation, forderte einen Boykott des Romans «Sakrileg» (The Da Vinci Code).

- Godfried Danneels, 71 (1983), Erzbischof von Mechelen-Brüssel, hat einen guten Ruf in politischen und diplomatischen Kreisen, tritt für mehr Frauenrechte und Dezentralisierung ein.

- Claudio Hummes, 70 (2001), Erzbischof von Sao Paulo, konservativ in der Moraltheologie, fordert aber mehr Engagement im Kampf gegen die Armut.

- Joseph Ratzinger, wird am 16. April 78 (1977), bisher Präfekt der Glaubenskongregation im Vatikan, leitet die Papstwahl als Dekan des Kardinalkollegiums, konservativer Moraltheologe.

- Giovanni Battista Re, 71 (2001), Präfekt der Bischofskongregation und Leiter der Kommission für Lateinamerika, gilt als Bürokrat der Kurie.

- Oscar Andrés Rodriguez Maradiaga, 62 (2001), Erzbischof von Tegucigalpa/Honduras, gemässigt konservativ in der Moralethik, Globalisierungskritiker.

- Christoph Schönborn, 60 (1998), Erzbischof von Wien, gilt als Diplomat und als Brückenbauer zwischen Konservativen und Reformern.

- Dionigi Tettamanzi, 71 (1998), Erzbischof von Mailand, gilt als konservativer Moraltheologie, aber auch als Globalisierungskritiker.

(ap)