28. April 2005 13:35; Akt: 28.04.2005 13:35 Print

Hochwasser in Westrumänien steigt weiter

An der rumänisch-serbischen Grenze bei Timisoara, wo das Wasser seit einer Woche schon meterhoch Zehntausende von Hektaren bedeckt, stieg der Wasserstand bis Donnerstag um weitere 45 Zentimeter.

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Die Fluten kamen über die angeschwollenen Flüsse Bega und Timis in die Flachlandregion. Dort brachten die Menschen in zwei weiteren Dörfern ihre Wertsachen vorsichtshalber in Sicherheit und warteten auf die Evakuierung, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten.

Ministerpräsident Calin Popescu-Tariceanu kritisierte die für Infrastruktur zuständigen Behörden. Diese hätten nicht für die Instandhaltung von Abflusskanälen und Pumpstationen gesorgt, obwohl der Staat dafür jährlich Millionen Euro zur Verfügung stelle. «Ich glaube, es kümmert sie gar nicht, denn diese Systeme sind im Eimer», sagte Tariceanu, der erst seit Ende 2004 im Amt ist.

Etwa 4000 Menschen wurden in den letzten Tagen in Sicherheit gebracht, fast 500 waren am Donnerstag weiter von den Fluten eingeschlossen. 1500 Bauernhäuser wurden von den Fluten erfasst, weitere 437 dadurch völlig zerstört. Landesweit wurden Sammelaktionen für die Betroffenen fortgesetzt.

(sda)