Verbrechen

02. April 2016 21:59; Akt: 03.04.2016 02:26 Print

Homophober Vater erschiesst schwulen Sohn

Im Süden Kaliforniens fanden Polizisten vor einem Haus die Leiche eines jungen Mannes. Im Gebäude stiessen sie auf den ebenfalls leblosen Körper einer Frau.

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Familiendrama in Kalifornien mit zwei Toten: Der mutmassliche Täter wird abgeführt. (Bild: TV-Screenshot NBC Los Angeles)

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Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles County wirft einem 69-Jährigen ein brutales Hassverbrechen an seinem 29-jährigen Sohn vor. Der Mann soll seinen Sohn erschossen haben, weil dieser schwul war. Gegen den Vater läuft ein Ermittlungsverfahren wegen mutmasslichen Mordes. Auch die Ehefrau des Angeklagten ist tot.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der 69-Jährige seinem Sohn bereits in der Vergangenheit mehrfach damit gedroht haben, ihn aufgrund dessen Homosexualität zu töten. «Die Anschuldigung enthält den Vorwurf, dass der Angeklagte persönlich und absichtlich eine Flinte entladen hat, was zu schweren Verletzungen am Körper und schliesslich zum Tod geführt hat», heisst es in der am Freitag veröffentlichten Anklageschrift.

Stichverletzungen bei der Frau

Der Mann war am Dienstag nach einem offensichtlichen Familiendrama in dem Haus in North Hills festgenommen worden. Im Inneren wurde die erstochene Leiche seiner Frau gefunden, vor dem Haus der erschossene 29-jährige Sohn. Der Verdächtige sagte der Polizei, er habe seinen Sohn in Notwehr erschossen, nachdem er die Leiche seiner Frau im Haus entdeckt habe.

Eine eigene Untersuchung zum Tod der Frau läuft. Im Fall des Sohnes wird aber wegen eines möglichen Hassverbrechens ermittelt. Der Vater habe seinem Sohn mehrfach gedroht, ihn umzubringen, weil er schwul sei, hiess es von der Staatsanwaltschaft. Die Anklageerhebung ist für den 11. April geplant. Bei einer Verurteilung droht dem Mann lebenslange Haft.

(nag/sda)