Husky wird wild

16. Dezember 2011 16:40; Akt: 16.12.2011 17:01 Print

Hund beisst Säugling tot

Ein erst zweieinhalb Wochen altes Baby ist im deutschen Schmallenberg vom Hund der Familie angegriffen und tödlich verletzt worden. Der Husky-Mischling hatte sich in den Kopf des Mädchens verbissen.

Hier passierte der tragische Unfall.

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In Deutschland hat ein Hund ein Baby totgebissen. Wie die Polizei aus Schmallenberg (Sauerland) am Freitag mitteilte, wurde das Kleinkind nach dem Hundebiss sofort mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik im Ruhrgebiet geflogen. Dort verstarb es in den späten Abendstunden. Der Hund wurde auf Wunsch der Eltern eingeschläfert.

Nach Polizeiangaben war die Mutter zum Zeitpunkt des Unglücks mit den drei und sieben Jahre alten Geschwistern des Säuglings sowie den zwei Hunden der Familie allein zu Hause. Die beiden Geschwister blieben unverletzt und erlitten ebenso wie die Mutter einen Schock. Die 25-Jährige konnte zu dem Vorfall bislang nicht vernommen werden. Der andere Hund wurde den Angaben zufolge nach dem Vorfall in ein Tierheim gegeben.

Wie es zu dem Vorfall gekommen war, ist bislang noch unklar. Die Polizei ermittelt wegen Verletzung der Aufsichtspflicht und fahrlässiger Tötung.

Tiere müssen beobachtet werden

Grundsätzlich gelten Huskys nicht als gefährlich. Allerdings sei es wichtig, bei der Geburt eines Kindes zu schauen, ob sich der Hund in der Familie als zurückgesetzt empfindet und in dem Neugeborenen einen Konkurrenten sieht. «Die Halter müssen das Tier unbedingt beobachten und sowohl dem Hund wie auch dem Kind die Grenzen klarmachen», sagte die Kölner Hundepsychologin Karin Behle. Dem Kleinkind müsse auch deutlich gemacht werden, dass es zum Beispiel nicht an dem Tier ziehen oder zerren dürfe. Grundsätzlich gelte, dass das Kind und der Hund niemals unbeaufsichtigt gelassen werden dürften, erklärte Behle.

Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland forderte als Reaktion auf den Vorfall einen «Hundeführerschein» für Hundehalter. «Noch bevor Menschen einen Hund aufnehmen, müssen sie den sachgerechten Umgang mit Hunden lernen und nachweisen können», sagte Charlotte Köhler von PETA. Einen solchen «Hundeführerschein» gebe es in der Schweiz schon seit September 2008, Niedersachsen werde ihn als erstes deutsches Bundesland 2013 einführen. «Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden», erklärte Köhler.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eva H. am 18.12.2011 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SKN

    Ich kann die PETA in D beruhigen. So toll ist der SKN-Führerschein hier in der CH auch wieder nicht. Im Grunde genommen ist er sogar ein Witz. Ich habe erst später in den 'wirklichen' Hundetrainingstunden gelernt, wie man einen Hund richtig behandelt und auf was man achten muss. Ausserdem: warum verlangt man keinen 'Baby-Führerschein' für werdende Eltern??!

  • Manu am 16.12.2011 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    Instinkt!

    «Jeder Hund, der falsch gehalten und behandelt wird, kann zu einer Gefahr für den Menschen werden» Falsch! Es ist ein Instinkt des Hundes, das sie beissen/zupacken! Ich hoffe es wurden viele wachgerüttelt und sehen ein, dass man einen Hund nicht einfach so als Familienmitglied hält.

    einklappen einklappen
  • Sebastian am 16.12.2011 23:58 Report Diesen Beitrag melden

    Aufsichtspflicht verletzt!

    Ein Hund egal welcher Rasse hat nichts in der nähe eines Säuglings verloren! Wenn das Baby nach der Mutter schreit oder weint weil es vom Wickeltisch runter fliegt können viele Hunde nicht anderst als zupacken! Der Hund wird ausgelöst (Instinktverhalten). Zudem kann eine Mutter unmöglich dem Säugling, den beiden Geschwistern des Säuglings sowie den beiden Hunden gerecht werden. Ein Hundeführerschein nützt diesbezüglich nichts.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Eva H. am 18.12.2011 09:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SKN

    Ich kann die PETA in D beruhigen. So toll ist der SKN-Führerschein hier in der CH auch wieder nicht. Im Grunde genommen ist er sogar ein Witz. Ich habe erst später in den 'wirklichen' Hundetrainingstunden gelernt, wie man einen Hund richtig behandelt und auf was man achten muss. Ausserdem: warum verlangt man keinen 'Baby-Führerschein' für werdende Eltern??!

  • DogWhisperer am 18.12.2011 04:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an alle, die hier mal wieder gegen Hunde jaulen

    Wo waren eigendlich eure Kommentare, als dieses Jahr dutzende Berichte publiziert wurden über Menschen, welche ihre Säuglinge ausgesetzt, vom Balkon geworfen, ertränkt, gequält etc. etc. etc. haben?

  • Hans Bund am 17.12.2011 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kuscheltier

    Solange Hund macht wie erwünscht ist er als Kuscheltier akzeptiert. Wenn er seinem Instinkt folgt, wird er eingeschläfert. So einfach ist Hundehaltung.

  • Sebastian am 16.12.2011 23:58 Report Diesen Beitrag melden

    Aufsichtspflicht verletzt!

    Ein Hund egal welcher Rasse hat nichts in der nähe eines Säuglings verloren! Wenn das Baby nach der Mutter schreit oder weint weil es vom Wickeltisch runter fliegt können viele Hunde nicht anderst als zupacken! Der Hund wird ausgelöst (Instinktverhalten). Zudem kann eine Mutter unmöglich dem Säugling, den beiden Geschwistern des Säuglings sowie den beiden Hunden gerecht werden. Ein Hundeführerschein nützt diesbezüglich nichts.

  • Robin am 16.12.2011 23:23 Report Diesen Beitrag melden

    Es pielen zu viele Faktoren...

    mit um einen eindeutigen Schluss zu ziehen! Ein Husky ist ein wunderschönes Tier und wie man bei meinen Freund sieht kann man eine sehr enge Beziehung zu ihm aufbauen. Jedoch braucht so ein Hund genügend Auslauf, eig. sollte er drausen eine warme GROSSE Hundehütte haben. Man kann nicht sagen, dass er falsch gehalten wurde, da keiner von uns das eindeutig weis, also lasst diese Spekulationen bitte!