Bluttransfusion

21. August 2013 20:59; Akt: 22.08.2013 08:43 Print

Hund rettet vergiftetem Kater das Leben

Ausgerechnet ein Hund hat in Neuseeland einen vergifteten Kater vor dem Vergiftungstod bewahrt: Weil keine Zeit war, die Blutgruppe der Katze zu bestimmen, bekam sie Hundeblut.

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Der 7-jährige Kater Rory ist wieder wohlauf. Labrador Maci rettete ihm das Leben. (Bild: Screenshot New Zealand Herald)

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«Rory ist genau wie früher – wir haben keinen Kater, der bellt oder die Zeitung apportiert», sagt Kim Edwards zum «New Zealand Herald». Ihr 7-jähriger Stubentiger sei nach der riskanten Transfusion mit Hundeblut wohlauf. Nur eine Stunde nach dem Eingriff habe er zufrieden geschnurrt und sich auf eine Schüssel Kekse gestürzt.

Die Transfusion war nötig geworden, weil der Kater Rattengift gefressen habe. «Er hatte starke Schmerzen, war schlaff und konnte sich kaum bewegen», sagt Edwards. Sofort brachte sie Rory in eine Tierklinik in Tauranga auf der neuseeländischen Nordinsel.

Labrador als Spender

Weil nicht genug Zeit blieb, um die Blutgruppe des Katers im Labor zu bestimmen, entschied sich Tierärztin Kate Heller für eine ungewöhnliche Transfusionsmethode: Sie beschloss, Rory Hundeblut zu verabreichen.

Eine Freundin aus Edwards Buchklub erklärte sich spontan bereit, ihren schwarzen Labrador Macy als Spender zur Verfügung zu stellen. Nie zuvor habe sie Hundeblut für eine Katze verwendet, sagt Heller.

Diese Vorgehensweise sei äusserst selten: «Die Leute werden denken, dass das ziemlich seltsam klingt, und das ist es auch – aber wir hatten Erfolg und haben ein Leben gerettet», erklärt die Tierärztin.

Gemäss Experten haben Katzen keine Antikörper, die Hundeblut abstossen würden. Deshalb könne eine Transfusion der Katze genug Zeit geben, um die eigenen roten Blutzellen zu regenerieren.

(ame/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sue R. am 22.08.2013 22:48 Report Diesen Beitrag melden

    cool!

    Ich liiiebe diesen Hund und die Katze natürlich auch! Langes Leben den beiden. Vielleicht sind sie jetzt Freunde oder zumindest Blutsbrüder :)

  • Beobachter am 22.08.2013 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Gibt es mehr solche cross-Spender-Moeglichkeiten? Oder sind Katzen die einzigen Tiere bei denen man das machen kann? super praktisch im Notfall. Danke fuer den Beitrag!

  • carlo am 22.08.2013 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    katzen hasser mit sympatie für die story

    ich bin ein kazten hasser, habe aber auch meine gründe. aber ein tier zu vergiften, das ist doch under der würde eines menschen. hoffe wirklich das es die kazte schafft..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sue R. am 22.08.2013 22:48 Report Diesen Beitrag melden

    cool!

    Ich liiiebe diesen Hund und die Katze natürlich auch! Langes Leben den beiden. Vielleicht sind sie jetzt Freunde oder zumindest Blutsbrüder :)

  • ztz999 am 22.08.2013 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    geht gar nicht

    hat jemand den Hund gefragt ob er das möchte??

  • Beobachter am 22.08.2013 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant

    Gibt es mehr solche cross-Spender-Moeglichkeiten? Oder sind Katzen die einzigen Tiere bei denen man das machen kann? super praktisch im Notfall. Danke fuer den Beitrag!

  • carlo am 22.08.2013 12:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    katzen hasser mit sympatie für die story

    ich bin ein kazten hasser, habe aber auch meine gründe. aber ein tier zu vergiften, das ist doch under der würde eines menschen. hoffe wirklich das es die kazte schafft..

  • Hündin am 22.08.2013 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr puplik machen

    Ich finde das Blutspenden unter Tieren sollte viel mehr puplik gemacht werden. Viele Tierbesitzer denke da garnicht dran. Tierärzte sollten viel meht darüber aufklären. Meine Hündin ist auch als Blutspender eingetragen, auch wenn sie bisher noch nicht zum Einsatz kam. Einfach bei der Tierarztpraxis oder -klinik des Vertrauens nach Infos fragen. Die sind nämlich noch so froh wenn man sich freiwillig meldet. Und wenn man im Leben seines Tieres nur ein anderes retten konnte hat es sich doch schon gelohnt