Massensterben

28. Februar 2013 12:12; Akt: 28.02.2013 12:33 Print

Hunderte tote Rochen in Gaza angeschwemmt

Mysteriöses Massaker am Strand von Gaza-Stadt: Hunderte der zuletzt selten gesichteten Mobularochen sind in der Nacht gestrandet. Die Fischer freuts, denn ihr Fleisch ist beliebt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Fünf Jahre ist es her, als das letzte Mal Mobularochen vor der Küste Gazas gesichtet wurden. In der Nacht auf Donnerstag sind sie zurückgekehrt – leider tot und auf höchst mysteriöse Weise: Zu Hunderten wurden sie mit blutigen Flossen angeschwemmt. Polizisten inspizierten den Tierfriedhof noch in der Nacht (siehe Bildstrecke oben).

Die Ursache für das Massensterben ist unklar. Bob Rubin, ein Manta-Experte aus Kalifornien, sagte gegenüber dem «Daily Mail», er habe noch nie so etwas gesehen. Das Blut an den Flossen könnte ein Hinweis auf eine Kollision unter Wasser sein, zum Beispiel mit Schiffen oder Felsen. «Vielleicht wurden sie von Lärm oder elektrischen Signale verwirrt», so Rubin.

Ohne eine genaue Untersuchung der Rochen kann über die Todesursache nur spekuliert werden. Dafür dürfte es bereits zu spät sein: Noch am Strand begannen palästinensische Fischer, die Knorpelfische zu zerteilen und abzutransportieren. Wie die Nachrichtenagentur Ma’an berichtet, erzielt ihr Fleisch auf dem Markt umgerechnet 2.50 Franken pro Kilogramm. Die grössten werden bis zu 80 Kilogramm schwer.

Grausige Szenen am Strand von Gaza-Stadt:

(Video: Youtube/LindaTVNewsChannel)

Mobularochen in freier Wildbahn:

(Video: Youtube/raddishez)

(kri)