05. April 2005 09:40; Akt: 05.04.2005 09:50 Print

Hunderttausende wollen Papst noch einmal sehen

Vor dem Vatikan in Rom haben am frühen Dienstagmorgen rund 100 000 Gläubige auf Einlass zum Petersdom gewartet, um persönlich von Papst Johannes Paul II. Abschied zu nehmen.

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Die ganze Nacht hindurch hatten Pilger im Zentrum der italienischen Hauptstadt ausgeharrt, um dem Kirchenoberhaupt die letzte Ehre zu erweisen. Am frühen Morgen zog sich die Menge der Wartenden vom Petersplatz aus bis zum Tiber hin. Auch in den Seitenstrassen drängten sich die Trauernden.

Den italienischen Medien zufolge reihten sich seit Beginn des Defilees am Montagabend insgesamt etwa 500 000 Menschen in die Warteschlangen ein.

Angesichts des grossen Andrangs waren die Pforten des Petersdoms in der Nacht nur für eine Stunde geschlossen worden. Ursprünglich war eine Pause von drei Stunden eingeplant worden.

Der am Samstag verstorbene Johannes Paul II. ist seit Montagabend in der Basilika des Petersdoms aufgebahrt. Die Gläubigen haben drei Tage und Nächte Zeit, von ihm Abschied zu nehmen.

Am Freitag soll Johannes Paul II. in der Krypta des Petersdomes beigesetzt werden. Die Totenmesse soll Kardinal Joseph Ratzinger, der Vorsitzende der Glaubenskongregation und Kardinaldekan, leiten.

(sda)