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17. April 2019 09:48; Akt: 17.04.2019 12:22 Print

TikTok in Indien wegen Porno-Vorwürfen verboten

Die Social-Media-Plattform TikTok verfügt weltweit über 500 Millionen Nutzer. Nun soll sie in Indien gesperrt werden.

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Die chinesische Video-App TikTok ist aus dem Google Play Store in Indien verschwunden. Dies, nachdem die indische Regierung Google und Apple angeordnet hat, die App zu sperren. Grund dafür waren Bedenken über pornografische Inhalte. Im Apple-Store ist die App zwar noch erhältlich und wer sie auf einem Android-Gerät bereits installiert hat, kann diese auch noch weiterhin nutzen, aus dem Play Store herunterladen kann man sie aber nicht mehr.

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Auch das Nachbarland Bangladesh hat die App bereits verboten. In den USA haben die Macher der App ausserdem eine 5,7 Millionen schwere Busse am Hals, da die App illegal Informationen über Minderjährige sammelt.

Weltweit nutzen rund 500 Millionen Menschen TikTok. Davon finden sich in Indien allein 120 Millionen Nutzer. Auf TikTok kann man Videos hochladen und bearbeiten, die meist 15 Sekunden lang sind. Viele Nutzer sind noch im Kinder- oder Teenager-Alter.

Vermehrt negative Schlagzeilen

Nun hat TikTok eine Beschwerde beim obersten Gericht in Indien eingereicht. Wie der «Guardian» berichtet, liess TikTok am Dienstag verlauten: «Wir haben Vertrauen in das indische juristische System und wir sind optimistisch, dass wir eine Übereinkunft treffen werden, die allen 120 Millionen Nutzern in Indien zusagt.» Ausserdem teilte das chinesische Unternehmen Bytedance, dem TikTok gehört, mit, dass man sich noch stärker dafür engagieren werde, dass die Inhalte ihrer Plattform sicher und positiv seien.

TikTok hat in Indien vermehrt negative Schlagzeilen gemacht. So erschoss ein Mann in Delhi aus Versehen einen Freund, als sie ein Video für die Plattform drehen wollten, in dem auch eine Pistole vorkam. In einem weiteren Fall erschoss ein Mann einen zweiten Mann mit einer selbst gebastelten Waffe, die unerwartet losging. Auch sie hatten ein TikTok-Video filmen wollen.

(doz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Knechtnecht am 17.04.2019 10:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mitziehen

    Falls es in dieser ( mir unbekannten) App tatsächlich pornografische Inhalte haben sollte, sollte man auch in Europa mindestens eine Altersbegrenzung einführen, da die 'Kleinen' momentan noch Zugriff haben ohne Alterskontrolle.

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  • jrnsl am 17.04.2019 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Weltweite Sperre

    Man hätte die App schon lange weltweit sperren sollen. Dort wimmelt es nur so von pornografischen Inhalten von Minderjährigen. Einfach abscheulich und unnötig.

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  • Word am 17.04.2019 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Zufall

    Die App ist in etwa so wie Vine es früher war. Vine 2.0, namens Byte, wurde für 2019 angekündet. Bisschen seltsam, das nun der Konkurrent vom Play Store geschmissen wird. Klar, jeder kann etwas raufladen, aber dann muss man es halt melden, wenn es den Richtlinien wiederspricht. Es gibt keine AI, die alle Videos auf mögliche "Nip-Slips" prüft. Ich finde es einfach ein bisschen zu günstig für die Byte Macher. Tiktok vom Feld, freie Bahn, Zufall?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lara am 21.04.2019 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    Videos melden

    Wenn es tatsächlich nur um Pornografische Inhalte und Daten sammeln geht, ( ich nutze die App schon lange und Pornografie ist mir nicht bekannt ) könnte man Youtube genauso sperren. Doch genau wie Youtube kann man Videos melden und sperren lassen oder einen hinweis hinzufügen lassen das man diese Aktion nicht nachmachen sollte. Von daher finde ich diese Reaktion stark übertrieben.

  • Rasko am 18.04.2019 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn

    Es sind nicht die Apps das Problem - wie so oft. Diese bieten nur eine Plattform für Medien, der Urheber ist hier Verantwortlich. Man hat früher ja auch nicht Konica oder Kodak zur Rechenschaft gezogen, wenn Kinderpornos mit deren Fotokameras aufgezeichnet wurden. Tststs...

  • Onkel Doktor am 17.04.2019 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Studie

    Als ich den Artikel gelesen hatte, habe ich mir natürlich sofort die App runter geladen und nach besagten pornografischen Inhalten recherchiert. Natürlich aus wissenschaftlicher Neugierde heraus, versteht sich. Ich konnte besagte Inhalte aber selbst mit gezielter Suche nicht finden. Kann mir jemand den Trick verraten?

  • Herr Max Bünzli am 17.04.2019 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    in Indien ist doch schon eine Frau in kurzen Rock ein Porno

  • Martial2 am 17.04.2019 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die vermehren sich wie...

    Sehr gut, dass dieses Video App in Indien verboten wird. Vielleicht sinkt durch sowas auch die Geburtsraten!!