Petition

15. Juni 2011 23:27; Akt: 15.06.2011 23:32 Print

Jagdverbot für streunende Hauskatzen

von Désirée Pomper - Streunende Katzen soll man nicht mehr abschiessen dürfen: Dies fordern Politiker und SOS Chats. Experten verteidigen das Abschussgesetz.

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Herumstreunende Katzen dürfen bislang abgeschossen werden. (ap)

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Verirrt sich die geliebte Hauskatze und entfernt sie sich über 200 Meter vom nächsten Haus, darf sie heute legal abgeschossen werden. Dieser Praxis will der CVP-Nationalrat Luc Barthassat gemeinsam mit der Tierschutzorganisation SOS Chats einen Riegel schieben. Heute reicht er eine Petition mit über 13 300 Unterschriften ein, die ein Jagdverbot für herumstreunende Hauskatzen fordert. Statt sie zu töten, sollen die Katzen sterilisiert oder kastriert werden, wie das einzelne Organisationen schon heute machen. «Ich liebe Katzen», sagt der Genfer Landwirt Barthassat. Immer öfters käme es vor, dass Katzen angeschossen würden. «Gerade für Kinder ist es ein traumatisches Erlebnis, eine Katze so verenden zu sehen.» Erst 2008 wurde auf Initiative von Barthassat der Handel mit Katzenfellen verboten.

Fernsehbiologe Andreas Moser kritisiert, dass die Petition das Problem nicht an der Wurzel anpacke. «Die wachsende Anzahl streunender Katzen in den Wäldern gefährdet das Ökosystem.» Vor allem Vögel und Reptilien wie Eidechsen und Blindschleichen seien gefährdet. Aus tierethischer Sicht sei die Frage heikel, was mehr Wert sei: dreissig Vögel oder eine Katze? Die Sterilisationsabsichten seien zwar lobenswert, aber «praktisch äusserst schwierig durchzusetzen». Wirksamer wäre es, wenn Tierschutzorganisationen Bauern für die Sterilisation ihrer Katzen finanziell unter die Arme greifen würden. Auch der Naturschutzverantwortliche des Kantons Waadt Sébastien Sachot zweifelt am Nutzen der Petition. Im Kanton würden jährlich nur fünf bis zehn Katzen geschossen – bei einer Population von mehreren Hundert.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patsie am 15.06.2011 23:45 Report Diesen Beitrag melden

    Die Katze hat im Wald nichts zu suchen

    "Aus tierethischer Sicht sei die Frage heikel, was mehr Wert sei: dreissig Vögel oder eine Katze?" Was für eine blöde Frage, die Vögel sind wichtiger! Katzen gibt es wie Sand am mehr und haben absolut nichts am oder im Wald zu suchen. Wie auch streunende Hunde, die etliche Rehkitze reissen. Wieviele Vögel, Eichhörnchenwelpen ect. gehen auf das Fresskonto der ach so geliebter Hauskatze? Tierliebe kann man auch übertreiben.

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  • Kyra Müller am 16.06.2011 01:49 Report Diesen Beitrag melden

    Gehts noch?

    Hallo? 200M?? Ich wohne auf dem Land! meine Katze ist wohl jeden Tag 200m vom letzten Haus entfernt! Sie ist kastriert und geimpft und gechipt. Wie will der schütze das aûs der Ferne beurteilen ob es ein Streuner ist? Also wehe dem der mal meine Katze erschiessen würde...

  • Ursula Geissler am 16.06.2011 06:30 Report Diesen Beitrag melden

    Streunende Katzen

    Streunende Katzen mit einer Katzenfalle einfangen. Diese Fallen müssen vom Tierschutzverein zur Verfügung gestellt werden. Der "Melder" soll die Falle gemäss Anweisung des TS stellen. Nach dem Einfangen der Katzen von diesen wieder abgeholt werden. Das alles soll für den "Melder" kostenlos und unbürokratisch ablaufen. So werden frei lebende Katzen auch gemeldet, und allen ist geholfen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacky am 22.06.2011 23:02 Report Diesen Beitrag melden

    Katzen dürfen auch leben.

    Es gibt absolut keinen Grund auf Katzen zu schiessen. Sie tun niemandem was zu leide und sind erst noch niedlich. Tiere sind genau so Lebewesen wie wir Menschen, also verdienen Sie auch das Recht aufs Leben und anständige Behandlung

  • Daniel Wehrli am 16.06.2011 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Verwilderte Hauskatzen

    Einen lesenswerte Artikel hat Dominik Thiel, Biologe über den Einfluss der Hauskatze in der Natur geschrieben. Ein Glöckchen um den Hals und der Einfluss der Hauskatze in der Natur geht gegen Null.

  • Helen am 16.06.2011 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Katzenkastrationen verhindern Streunen

    Es ist eigentlich ganz einfach: Kastrierten Katzen fehlt der Sexualtrieb und sie streunen nicht mehr. Wer kein Geld hat, seine Katzen zu kastrieren, wird von Netap.ch oder vom Tierschutz.com unterstützt. Mit der jährlichen Aktion zur Kastration von Bauernhofkatzen und verwilderten Katzen macht der STS seit Jahren im Kampf gegen das Katzenelend ernst. Und noch konkreter ist die Hilfe der Netap.ch, welche mit einem ambulanten Tierarztdienst auf entlegenen Bauernhöfen die zugelaufenen und sich vermehrenden Katzen unentgeltlich kastriert! Sehen und handeln!

  • Martin Müller am 16.06.2011 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Katzen sind Jäger

    Wie kommen die auf 30 Vögel Pro Katze? Meine Katze hat alleine diese Woche 2 Vögel und 3 Mäuse nachhause geschleppt. (Und das ist das was ich sehe) Eine Katze erlegt hunderte Vögel, das war aber schon immer so und bis heute haben die Vögel überlebt. Für jeden Fang gibt es dann auch Schinken oder Tartar wobei die Mäuse das Ziel sind.

  • Sonja Wilson am 16.06.2011 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Natürlich sind nur die Tiere

    Katzen streunen nicht, sie wandern! Katzen sind Jäger, waren es immer und werden es immer sein! Nur der Mensch kann nicht mehr natürlich denken und handeln! Vögel fressen auch Würmer, Mäusebussarde auch Blindschleicne und Eidechsen, der Fuchs nun mal Mäuse und so weiter! Lasst doch mal die Tiere ihr Leben leben!!!