Auf der Jagd

17. Juli 2018 19:03; Akt: 17.07.2018 19:03 Print

Leerer Jaguar-Käfig bedeutet Tod für Zootiere

Ein Jaguar ist am Samstag aus seinem Gehege im Audubon-Zoo in New Orleans ausgebrochen. Das kostete acht Tiere das Leben.

Ein Jaguar riss im Zoo von New Orleans mehrere Tiere. (Video: Tamedia/AP/Fox News)
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Mit Betäubungsgewehren konnten Tierpfleger einen ausgebüxten Jaguar im Audubon-Zoo von New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana) nach rund einer Stunde stoppen. Doch dies war Zeit genug für die Raubkatze, fünf Alpacas, zwei Füchse und ein Emu zu reissen, wie die «Washington Post» schreibt. Auf seiner Jagd am Samstag verletzte der Jaguar zudem einen dritten Fuchs, dieser befinde sich aber auf dem Weg der Besserung. Menschen wurden keine verletzt.

Gefressen hat der Jaguar allerdings keines der getöteten Tiere. Diese griff er höchstwahrscheinlich aus territorialen Gründen an. «Er tat, was Jaguare tun», erklärte Haupttierpfleger Joel Hamilton.

Bei der Raubkatze handelt es sich um ein dreijähriges Männchen namens Valerio. Er wurde im Zoo von San Diego geboren und kam erst letztes Jahr nach New Orleans.

Ursachen werden noch abgeklärt

Wie Valerio aus seinem Gehege fliehen konnte, ist bis jetzt noch nicht klar. «Wir schauen uns alle Möglichkeiten an», sagte der Vizepräsident des Zoos, Kyle Burks, an einer Pressekonferenz. Der Vorfall sei aber nicht auf das Versagen eines Zoowärters zurückzuführen.

Der Zoo wurde unter Beteuerungen der Verantwortlichen, dass für die Besucher keine Gefahr bestehe, am Sonntag wieder geöffnet. Der Bereich mit dem Jaguargehege blieb aber geschlossen. Valerio selber wurde noch auf Verletzungen untersucht.

(sbo)