Auf den Philippinen

21. Dezember 2011 03:35; Akt: 21.12.2011 12:22 Print

Jetzt drohen auch noch Seuchen

Fast 1000 Todesopfer haben die Sturzfluten im Süden der Philippinen gefordert. Jetzt fürchten sich die Einwohner der betroffenen Städte vor drohenden Seuchen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach der Flutkatastrophe mit fast 1000 Toten im Süden der Philippinen haben die Behörden am Mittwoch vor Seuchen gewarnt. Das Gesundheitsministerium hat inzwischen Hilfsmannschaften in die am schlimmsten betroffenen Städte Cagayan de Oro und Iligan in Marsch gesetzt.

Diese sollen dort den Ausbruch von ansteckenden Krankheiten nach Möglichkeit verhindern. Die grössten Gefahren gingen nach Behördenangaben durch verschmutztes Wasser und fehlende sanitäre Einrichtungen aus.

Über 340 000 Menschen wurden obdachlos

Die Zahl der Todesopfer der Katastrophe vom vergangenen Wochenende stieg inzwischen auf 976, wie die Zivilschutzbehörde in Manila mitteilte. Die Zahl der Vermissten war vom Roten Kreuz zu Wochenbeginn noch auf bis zu 900 geschätzt. Über 340 000 Menschen wurden durch die Sturzfluten vom vergangenen Samstag obdachlos.

Tropensturm «Washi» hatte in der Nacht zu Samstag die Insel Mindanao 800 Kilometer südlich von Manila erfasst. Zwölf Stunden Dauerregen liessen die Flüsse anschwellen. In der Nacht trat das Wasser über die Ufer und rauschte teils meterhoch durch die Strassen und Ortschaften. Viele Opfer wurden im Schlaf überrascht.

(sda)