Mord an Backpackerinnen

09. Januar 2019 09:46; Akt: 09.01.2019 12:18 Print

Jetzt spricht die Mutter des Genfer IS-Helfers

Der Schweizer, der in Marokko in Zusammenhang mit dem Mord an zwei Backpackerinnen verhaftet wurde, war zum Tatzeitpunkt in der Schweiz. Das sagt seine Mutter.

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Die Dänin Louisa Vesterager Jespersen (24) und ihre Studienfreundin Maren Ueland (28) aus Norwegen wurden während Wanderferien in Marokko ermordet. Indirekt daran beteiligt war auch ein Genfer, der in Marokko lebt.

Der Mann habe die mutmasslichen Täter, die einen terroristischen Hintergrund hätten, in neuen Kommunikationstechnologien geschult und im Umgang mit Schusswaffen unterrichtet, heisst es aus Ermittlerkreisen.

«Alles ist eine Lüge»

In der spanischen Zeitung «El Mundo» spricht nun die Mutter des Genfer IS-Helfers. Sie streitet ab, dass ihr Sohn etwas mit der schockierenden Tat zu tun hat: «Alles, was über ihn gesagt wird, ist eine Lüge.» Und sie beteuert: «Es ist unmöglich; er, seine Frau und mein Enkel kamen am 15. Dezember in die Schweiz und blieben bis zum 19. Die Morde passierten am 17.»

Der Schweizer, der in Genf wegen verschiedener Delikte aktenkundig ist, hatte geplant, seine Dokumente zu erneuern, damit er wieder nach Marokko zurückkehren kann. Seine Mutter erklärt, wer ihr Sohn ist: «Er ist ein junger Mann, der eine schlechte Jugend hatte. Er verlor seinen Vater, der aus Kolumbien stammte, als er erst 15 Jahre alt war.»

18 Menschen verhaftet

Nach der Konvertierung zum Islam 2011 nannte er sich «Abdallah». Er war ausserdem ein grosser Fan des Fussballclubs Servette FC. Er gehörte möglicherweise sogar einer Ultra-Gruppierung an.

Mittlerweile wurden rund 18 Menschen in Zusammenhang mit der terroristischen Tat festgenommen.

(fss)