Nach betrunkenem Bad

07. Dezember 2011 09:16; Akt: 07.12.2011 10:44 Print

Junger Mann von Piranhas zerfleischt

Schreckliches Drama im Nordosten Boliviens: Rote Piranhas haben einen 18-jährigen Fischer angegriffen. Er verblutete auf dem Weg ins Spital.

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Der Rote Pirahna, alias Pygocentrus natteri, ernährt sich überwiegend von Fischen, Aas, Insekten, Krebsen, Weichtieren. (Bild: Fororeptiles.org)

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Im Nordosten Boliviens haben rote Piranhas einen jungen Mann zerfleischt. Der 18-Jährige sei offenbar betrunken gewesen, als er nahe der Ortschaft Rosario del Yata von seinem Kanu in einen Fluss gesprungen sei, sagte der Polizist Daniel Cayaya aus der Kleinstadt Guayaramerin gegenüber der Nachrichtenagentur AP.

Dabei hätten ihn die Fische angegriffen und schwer verletzt. Die Tiere haben das Opfer vor allem ins Gesicht und am Hals gebissen. Der Mann verblutete auf dem Weg ins Spital. Der Radiosender Erbol berichtete am Dienstag erstmals über den Vorfall, der sich bereits am vergangenen Donnerstag ereignet hatte.

Gefählicher Roter Piranha

Der Rote Piranha gilt als sehr «gefährlicher» Fisch. Seinen schlechten Ruf hat der Piranha seinem aggressiven Jagdverhalten und der angeblichen «Gier nach Blut» zu verdanken. Piranhas werden in der Gegenwart von Blut aggressiv, weil dies zumeist leicht erlegbare Beute bedeutet, erklärt «Tierdoku.com». In Aquarien seien Piranhas allerdings so friedlich, dass man sie im Wasser berühren kann.

Auch kann man in Gewässern mit Piranhas schwimmen, sofern man einige «Regeln» einhält: Niemals mit blutenden, frischen Wunden ins Wasser gehen oder fassen und sich ruhig verhalten, da strampelnde Bewegungen auf eine leichte Beute hinweisen. Missachtet man diese Regeln, kann es zu schweren Verletzungen durch Bisse kommen, welche dann durch starke Blutungen wiederum andere Piranhas anlocken und aggressiv machen, so dass dann unzählige dieser Raubfische an einem hängen und das Ufer nicht mehr erreichbar ist.

(kle/ap)