Schiffsunglück in Budapest

09. Juni 2019 22:58; Akt: 09.06.2019 22:58 Print

Weitere Leiche aus der Donau geborgen

Nach dem tödlichen Schiffsunfall auf der Donau sind die Arbeiten für die Bergung des Bootes im Gang. Währenddessen stieg die Zahl der Toten auf 20.

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So sieht das Schiff zwei Wochen nach dem Unglück aus. Die Bergungsarbeiten haben begonnen. Sie sollen ungefähr sechs Stunden dauern. Noch immer werden acht Menschen vermisst. Nur sieben Insassen überlebten das Unglück. Während der Bergung soll das Wrack immer wieder von Tauchern untersucht werden. Wegen der starken Strömung in der Donau konnten Taucher bisher nicht in das Wrack vordringen. Der Kapitän des Kreuzfahrtschiffs war nach dem Unglück verhaftet worden. Ein sechsjähriges Mädchen und der Kapitän des Ausflugsbootes werden noch immer vermisst. Die Zahl der Toten nach dem Schiffsunglück auf der Donau ist auf 20 gestiegen. (9. Juni 2019) Nach dem schweren Schiffsunglück auf der Donau in Budapest behindern Hochwasser und starke Strömung die Suche nach den 21 Vermissten. (31. Mai 2019) Bisher konnten Taucher das in sechs Metern Tiefe liegende Schiff nicht erreichen. Zehn Angehörige der aus Südkorea stammenden Todesopfer und Vermissten reisten am 31. Mai nach Ungarn. Im Verlauf des Tages würden weitere mehr als 30 Angehörige folgen. Auch wurde die südkoreanische Aussenministerin Kang Kyung Wha in Budapest erwartet. Das gesunkene Touristenboot wurde am 30. Mai lokalisiert. Taucher versuchten, in der starken Strömung zum Wrack vorzudringen. Die Polizei hat an einer Medienkonferenz 7 Tote und 21 Vermisste bestätigt. Zudem wurde ein Video, das den Zusammenstoss zeigt, veröffentlicht. Mit diesem Schiff ist das Unglücksboot zusammengestossen, berichten ungarische Medien. Ein kleiner Schaden ist zu erkennen. Passagiere auf der «Viking Sygin» wurden nicht verletzt. Einen Tag nach dem Unglück verlassen sie das Boot. Die Suche nach den Vermissten wird durch die Strömung erschwert. Das Wrack des Unglücksboots wurde bei der Margaretenbrücke gefunden. Am Morgen nach dem Unglück suchen Einsatzkräfte mit Booten immer noch nach Vermissten. Der Grosseinsatz hat die ganze Nacht angedauert. Verygoodtour.com hat die Reise der Südkoreaner organisiert. Der Kundenservice-Leiter Lee Sang-moo entschuldigte sich im Namen des Unternehmens für das Unglück. Südkoreas Präsident Moon Jae In ordnete an, einen Krisenstab einzusetzen und zusammen mit den ungarischen Behörden «alle verfügbaren Mittel» zur Rettung der Vermissten zu ergreifen. Schiffsunglück auf der Donau in Budapest: Ein Rettungsboot sucht nach Vermissten. (29. Mai 2019) Ein Ausflugsschiff ist mit einem anderen Schiff zusammen gestossen: Retter und Polizisten kurz vor einem Sucheinsatz. Von einer Brücke aus halten die Retter nach Vermissten Ausschau. Bei den Passagieren auf dem Boot handelt es sich um Touristen aus Südkorea. Mehrere Menschen sind bei dem Unglück auf der Donau ums Leben gekommen. Das Ausflugsboot Hableany (Nixe) ist in der Nähe des Parlaments gekentert. (Archivbild) Noch immer werden zahlreiche Menschen vermisst. Passanten in Seoul verfolgen die Nachrichten aus Budapest im südkoreanischen Fernsehen.

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Gut eine Woche nach dem tödlichen Schiffsunglück auf der Donau in Budapest sind neue Vorwürfe gegen den Kapitän des beteiligten Flusskreuzfahrtschiffes bekannt geworden. Gegen den 64-jährigen Ukrainer wird bereits wegen eines Vorfalls in den Niederlanden ermittelt, wie die Budapester Staatsanwaltschaft am Donnerstag bestätigte.

Ungarische Medien hatten berichtet, der Mann habe am 1. April nahe der niederländischen Stadt Terneuzen mit einem anderen Schiff der Reederei Viking einen Öltanker gerammt. Ausserdem soll der Kapitän kurz nach dem Unglück auf der Donau seine Handy-Daten, wie beispielsweise den kompletten SMS-Verlauf, gelöscht haben.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte unter Berufung auf Angaben der europäischen Justizbehörde Eurojust, dass in den Niederlanden gegen den Mann ermittelt werde. Zu dem Vorfall selbst macht sie aber keine Angaben.


Beim Boot-Unglück auf der Donau sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Video: Youtube/ATV Magyarország

Der Kapitän war nach dem Unglück auf der Donau verhaftet worden. In Ungarn wird gegen ihn wegen einer Gefährdung des Schiffsverkehrs mit Todesfolge ermittelt. Seine Anwälte waren am Donnerstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Zwei Tage nach dem Unglück hatten sie erklärt, der 64-Jährige sei wegen den Unfalls «am Boden zerstört», er habe aber keinen Fehler gemacht.

Das Flusskreuzfahrtschiff Viking Sigyn war am Mittwoch vergangener Woche auf einem bei Touristen beliebten Abschnitt der Donau im Stadtzentrum von Budapest mit einem kleineren Ausflugsboot zusammengestossen. Das kleine Boot mit 33 südkoreanischen Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord sank innerhalb weniger Sekunden. Nur sieben Insassen konnten sich retten.

Die Zahl der geborgenen Toten ist mittlerweile auf 17 gestiegen. Am Donnerstag wurden nach Angaben der ungarischen Behörden die Leichen von zwei weiteren südkoreanischen Urlaubern identifiziert. Elf Menschen wurden noch vermisst – neun Südkoreaner und die beiden ungarischen Besatzungsmitglieder.

Wegen der starken Strömung konnten Taucher bisher nicht ins Innere des Schiffswracks vordringen. Am Mittwoch traf in Budapest zwar ein Kran ein, mit dem das Wrack aus der Donau gezogen werden soll. Dies wird jedoch frühestens am Wochenende möglich sein, wenn der Pegelstand der Donau gesunken ist.

(fur/afp)