Glauben

28. Juni 2011 20:46; Akt: 28.06.2011 20:59 Print

Katholiken sind friedlicher als Protestanten

von Désirée Pomper - Laut einer Studie sind junge Katholiken weniger gewaltbereit als ihre evangelischen Kollegen – selbst wenn sie nicht gläubig sind.

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Ministranten bei einer Messe. (key)

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Katholische Jugendliche, die in ihrem Glauben gut verankert sind, stehlen, beschädigen und prügeln weniger als evangelisch religiöse Jugendliche. Das zeigt eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens. Und: Liegt der Anteil der gläubigen Katholiken in einer Region über zwölf Prozent, fällt die Gewaltrate der ganzen Region sehr niedrig aus. Für den Anteil religiöser Protestanten ergibt sich kein entsprechender Effekt. «Den katholischen Gemeinden gelingt es unter anderem besser als den evangelischen, die Risikogruppe der männlichen Nicht-Gymnasiasten zu erreichen», erklärt Institutsleiter Christian Pfeiffer.

Durch die Einbettung in ein soziales Netzwerk sei die Hürde für illegale Aktivitäten höher. Die Studienergebnisse sind laut Pfeiffer auch auf die Schweiz übertragbar. Der Luzerner CVP-Präsident Martin Schwegler pflichtet bei: «Das ausgeprägte Vereinsleben und die starke soziale Verantwortung wurzeln im katholischen Gedankengut.» Und: «In katholischen Gebieten wird auch intensiv gefeiert, etwa an der Fasnacht darf man auch mal ‹die Sau rauslassen›.» Man sei sich bewusst, dass der Mensch Fehler mache, die Beichte erleichtere ihn dann wieder. «Der strenge Arbeitsethos der Reformierten dagegen kann Menschen überfordern.»

Simon Weber, Sprecher des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes, widerspricht entschieden. Die Studienresultate könnten nicht auf die Schweiz übertragen werden, da die konfessionelle Durchmischung hier viel stärker sei. «Katholische wie reformierte Kirche betreiben eine effiziente lokal ausgerichtete Jugendarbeit», so Weber.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steff am See am 29.06.2011 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Eine totale Pfeife

    Für Institutsleiter Christian Pfeiffer sind also alle männlichen Nicht-Gymnasiasten eine Riskogruppe.Gott bewahre mich davor jemals mit diesem Typen ein Bier trinken zu müssen.Jemandem der solche Worte von sich gibt sollte man nicht begegnen müssen denn er hat von gar nichts auf dieser Welt nur die geringste Ahnung.

  • Max Weber am 01.07.2011 22:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unmöglich

    Eine derart schlechte Studie sollte niemals gemacht, geschweige denn publiziert werden. Die Gewaltrate in Städten irgendwie mit der Konfession zu vergleichen ist irrsinnig und grenzt an Rassismus (Katholiken sind friedfertig v.s. Juden sind geldgierig, natürlich absoluter schwachsinn!) Zudem wurde wahrscheinlich nichteinmal die Konfession der eigentlichen Täter für die ''Studie'' verwendet sondern einfach nur die Gewaltrate mit der Konfessionsrate verglichen.

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  • Max Weber am 01.07.2011 22:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unmöglich

    Eine derart schlechte Studie sollte niemals gemacht, geschweige denn publiziert werden. Die Gewaltrate in Städten irgendwie mit der Konfession zu vergleichen ist irrsinnig und grenzt an Rassismus (Katholiken sind friedfertig v.s. Juden sind geldgierig, natürlich absoluter schwachsinn!) Zudem wurde wahrscheinlich nichteinmal die Konfession der eigentlichen Täter für die ''Studie'' verwendet sondern einfach nur die Gewaltrate mit der Konfessionsrate verglichen.

  • Steff am See am 29.06.2011 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Eine totale Pfeife

    Für Institutsleiter Christian Pfeiffer sind also alle männlichen Nicht-Gymnasiasten eine Riskogruppe.Gott bewahre mich davor jemals mit diesem Typen ein Bier trinken zu müssen.Jemandem der solche Worte von sich gibt sollte man nicht begegnen müssen denn er hat von gar nichts auf dieser Welt nur die geringste Ahnung.