11. April 2005 14:05; Akt: 11.04.2005 14:09 Print

Keine Spritze mehr beim Zahnarzt

Die zumeist schmerzhafte und für viele Patienten Angst einflössende Spritze beim Zahnarzt hat vielleicht schon bald ausgedient.

Fehler gesehen?

Stattdessen könnte ein betäubendes Gel, das vom Arzt einfach ins Zahnfleisch einmassiert wird, den empfindlichen Patienten die Furcht vor dem Behandlungsstuhl nehmen. Das Gel ist nur eine von zahlreichen Neuheiten, die ab (dem morgigen) Mittwoch auf der weltweit grössten Dentalmesse IDS in Köln präsentiert werden.

Im Mittelpunkt steht dabei das Thema Zahnerhalt. So stellt eine eine Firma aus Bensheim das nach ihren Angaben erste Ultraschallgerät vor, das sowohl für Diagnose als auch zur Therapie von Zahnstein eingesetzt werden kann. Eine weitere Neuheit im Sortiment der 1.550 Anbieter aus knapp 50 Ländern ist ein Spezial-Laser für die frühzeitige Karieserkennung.

Neu entwickelte Füllmaterialien und verfeinerte Klebetechniken erlauben nach den Worten des Vizepräsidenten der Deutschen Bundeszahnärztekammer, Dietmar Österreich, künftig nicht nur eine ausgezeichnete ästhetische Versorgung, sondern auch eine viel stärkere strukturerhaltende Therapie. «Stark zerstörte Zähne können ohne weiteren Verlust von Zahnsubstanz stabil wieder aufgebaut werden. Regenerative und mikrochirurgische Verfahren gemeinsam mit dem Einsatz optischer Vergrösserungshilfen führen zudem zu einer Verbesserung beim Zahnerhalt,» betonte er am Montag.

Doch gibt es auf der IDS nicht nur Angebote für die Zahnärzte, sondern auch für die Patienten. So präsentiert ein Unternehmen aus Kronberg einen Platz sparenden Einweg-Zahnreiniger für unterwegs. Der Benutzer streift ihn sich einfach über den Zeigefinger und reibt damit über die Zähne. «Sowohl Zahnoberflächen als auch das Zahnfleisch und die Zunge können so schnell und einfach gereinigt werden», verspricht ein Unternehmenssprecher.

(ap)