Gewaltandrohung

17. März 2011 22:29; Akt: 18.03.2011 00:52 Print

Kindesmörder verklagt Hessen

Der verurteilte Kindesmörder Magnus Gäfgen will Schmerzensgeld vom deutschen Bundesland Hessen. Beamten hatten ihm mit Folter gedroht.

storybild

Mörder Magnus Gäfgen. (Bild: Reuters)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein Vernehmungs­beamter habe ihm am 1. Oktober 2002 Schmerzen angedroht, um das Versteck des entführten elfjährigen Jakob von Metzler zu erfahren, sagte Gäfgen. Er klagt deswegen gegen das Land Hessen um Schmerzensgeld. Der Beamte habe ihm gesagt, dass bereits ein Spezialist mit dem Helikopter unterwegs sei, der dazu ausgebildet sei, «mir solche Schmerzen zuzufügen, wie ich sie noch nie erlebt habe».

Der damalige Jurastudent hatte den Knaben am 27. September 2002 entführt und in seiner Wohnung erstickt. Von der Familie forderte er eine Million Euro Lösegeld. Kurz nach der Geldübergabe wurde Gäfgen festgenommen. Die Polizei wähnte Jakob noch am Leben und drohte deshalb dem Täter Gewalt an, um das Leben des Kindes zu retten. Daraufhin führte Gäfgen die Beamten zur Leiche an einem See.