Sex-Tourismus

23. April 2015 00:16; Akt: 23.04.2015 00:16 Print

Kinkbnb – das Airbnb für Sadomaso-Fans

Eine Gefängniszelle oder ein mittelalterliches Verlies: Kinkbnb spricht Kunden an, die mehr als nur eine Übernachtungsmöglichkeit suchen.

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Wer ein günstiges Zimmer für eine Städtereise braucht, ist mit Airbnb gut beraten. Doch wer einen abenteuerlichen Ort für Sex sucht, findet auf Kinkbnb ein passendes Angebot. Denn auf der Website können Appartements oder ganze Häuser mit einer speziellen Ausstattung gemietet werden. Einen modernen Kerker mit Liebesschaukel, Bondage-Tisch und elektrischem Thron gibt es in San Francisco für 300 Dollar (rund 290 Schweizer Franken) pro Nacht.

Wer zuerst eine Einführung in die Sadomaso-Welt wünscht, der sollte sich überlegen, eine Nacht in New York zu verbringen. In «Pandoras Box» kann man neben einem Zimmer auch eine professionelle Domina oder einen Sklaven mieten.

Sex-Alternative zu Airbnb

Nicht ganz so ausgefallen ist das kanadische Angebot auf Kinkbnb. Das Häuschen in den Wäldern von Vancouver Island ist mit einer im Vergleich eher romantischen Zusatzausstattung ausgerüstet: Das Landhaus besitzt eine Prügelbank, ein Andreaskreuz und einen Massagetisch.

Darren McKeeman, Mitgründer von Kinkbnb, will mit seiner Plattform eine «positive sexuelle» Alternative zu den herkömmlichen Airbnb-Möglichkeiten anbieten. Der Name des Unternehmens aus Kalifornien sagt viel über die zukünftigen Gäste aus: «Kinky» lässt sich mit «ausgefallen» oder «pervers» übersetzen.

Keine peinlichen Fragen am Flughafen

Auf die Idee kam McKeeman durch einen Zufall. «Das Angebot einer Freundin von mir wurde von Airbnb abgelehnt, weil Sexspielzeuge auf den Fotos von ihrer Wohnung ersichtlich waren», erzählt er gegenüber der US-Zeitung «Huffington Post».

Die Geschichte der Freundin brachte McKeeman auf die Idee, eine Plattform zu erstellen, die ihren Kunden mehr als nur eine Übernachtung bietet. Er ist davon überzeugt, mit seiner Idee einen Nerv zu treffen: «Wer in die Ferien geht, lässt meist seine Sexspielzeuge zu Hause.» Mit dem Angebot können BDSM-Fans ihre Vorlieben auch in den Ferien ausleben, ohne am Flughafen erklären zu müssen, was die Peitsche im Koffer zu suchen hat.

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