12. April 2005 15:09; Akt: 12.04.2005 15:41 Print

Knies Kinderzoo: Futter verwechselt - Ponys tot

In der Nacht auf heute mussten notfallmässig 18 Ponys des Knies Kinderzoo, Rapperswil, mit schweren Vergiftungserscheinungen in die Pferdeklinik des Tierspitals Zürich eingeliefert werden.

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Bis am Dienstag, 12. April 2005, 14.00 Uhr, sind 5 Ponys verstorben. Die Ursache der Vergiftung ist Akazienholz. Eine Einwirkung Dritter kann ausgeschlossen werden.

Seit Jahrzehnten werden tagtäglich in Absprache mit der zuständigen Forstbehörde Weidenholzstücke geschnitten, verladen und im Rahmen des Futter- und Beschäftigungsprogramms für die Ponys in Knies Kinderzoo eingesetzt. Zusätzlich zum üblichen Standort wurden in einem weiteren Waldabschnitt Holzstücke zugeladen. Gemäss Aussage von Herrn Urs Ziegler, Forstwart, Altendorf, handelte es sich bei den Akazien-Holzstücken um die für den Laien gegenüber der Weide «schwer zu unterscheidenden» Holzart der giftigen Akazie. Die Rindenstruktur der Akazie ist optisch fast identisch mit derjenigen der Weide. Deshalb unterlief den zuständigen Kinderzoo-Mitarbeitern eine folgenschwere Verwechslung.

Das Akazienholz löste bei den betroffenen Ponys innert kürzester Zeit Vergiftungserscheinungen aus. Eine Menge von 150 g Rinde führt nach Aussagen der Fachärzte des Tierspitals Zürich bei einem ausgewachsenen Pferd (Gewicht ca. 600 kg) unmittelbar zum Tod.

Der Gesundheitszustand, der sich weiterhin in Behandlung befindenden Ponys wird seitens Chef-Ärztin Innere Medizin der Universitätsklinik, Frau Dr. med. vet. M. Wehrli Eser, als stabil bezeichnet.

Ponys lieben Weiden und das Abknabbern stellt eine willkommene Abwechslung dar. Wir werden daher auch in Zukunft Weiden verfüttern. Als unmittelbare Konsequenz werden seitens des Knies Kinderzoo Rapperswil zur Vermeidung der Verwechslungsgefahr die Kontrollen noch mehr verschärft.

(sda)