Verhaltensstörungen

18. Juni 2010 11:01; Akt: 18.06.2010 11:34 Print

Knut spinnt

Knut, der Star des Berliner Zoos, soll laut einer Studie «verhaltensgestört» sein. Nicht nur das: Von den 34 Eisbären in deutschen Tiergärten soll er der durchgeknallteste sein.

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Eisbär Knut am 17. Juni im Berliner Zoo - nicht mehr so weiss und knuddelig. (Bild: AFP)

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Der inzwischen dreieinhalbjährige Knut soll laut einem Bericht der Tierschutzorganisation PETA unter Ticks oder Panik-Attacken leiden. Für die Studie wurden alle 34 Eisbären in deutschen Zoos untersucht. Tierexperte Edmund Haferbeck filmte und fotografierte die Bären und kam zu dem Schluss, dass 27 von ihnen «verhaltensgestört sind».

Doch besonders schlimm dürfte es um Knut stehen, meinten die Experten gegenüber «Express». Bei ihm seien «die Symptome mit Abstand am heftigsten». So soll der einstige Liebling des Berliner Zoos menschliche Züge angenommen haben. Er winke immer wieder – wie zu Zeiten, als ständig Hunderte Besucher an seinem Gehege standen.

PETA fordert Zuchtverbot

Knut renne ausserdem im Gehege auf und ab. Haferbeck erklärt: «Das ist wie Hospitalismus. Der Bär hat Langeweile und kompensiert das so.» Zudem soll der Eisbär noch unter heftigen Ticks leiden: Er streckt bis zu 200-mal täglich die Zunge heraus.

Die Organisation «Peta» fordert nun ein sofortiges Zuchtverbot für Eisbären in Gefangenschaft. Der Berliner Zookurator Heiner Klös hält die Vorwürfe dagegen für «lächerlich». Knut gehe es bestens.

(kle)