Indiana, USA

11. Juli 2014 22:27; Akt: 11.07.2014 22:27 Print

Krebskranker Bub (3) wird Hilfs-Sheriff

Der dreijährige Wyatt Schmaltz aus Indiana ist zum jüngsten Hilfssheriff der USA ernannt worden. Damit soll dem krebskranken Jungen während der Chemotherapie geholfen werden.

Der dreijährige Wyatt Schmaltz ist seit Mittwoch der jüngste Hilfssheriff der USA. (Video: YouTube/NewsoftheWorld)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Huntington County im US-Bundesstaat Indiana hat einen neuen Hilfssheriff: Der dreijährige Wyatt Schmaltz ist am Mittwoch in einer offiziellen Zeremonie zum Stellvertreter vereidigt worden. Er erhielt ein Abzeichen, eine massgeschneiderte Uniform und sämtliche polizeilichen Befugnisse. Wyatt Schmaltz ist nun der jüngste Hilfssheriff der USA.

Die Aktion hat allerdings einen tragischen Hintergrund: Der Kleine leidet an einem Hirntumor im Endstadium. Seit einigen Wochen hat sich sein Zustand verschlechtert, nachdem auch im Bauch ein Tumor entdeckt worden war. Seit mehreren Tagen macht Wyatt eine Chemotherapie. Sobald die Tumore kleiner werden, wird er operiert.

Erste Anweisung: Gesund werden

Mit seiner Ernennung zum Stellvertreter des Sheriffs wolle man einen Traum des Jungen erfüllen, schreibt der Nachrichtensender ABC News. Die Hoffnung der Ärzte und der Eltern ist, dass sich dies dann positiv auf seine Therapie auswirkt.

Sheriff Terry Stoffel betonte, dass es sich bei der Ernennung des Jungen nicht einfach um ein Spiel handle. «Es ist ein echtes Amt», bestätigt er. Mit seinem Badge dürfe der Dreijährige unter anderem Menschen verhaften.

April Schmaltz, die Mutter des Patienten, ist dankbar: «Es ist sehr rührend zu sehen, was die Leute für mein Kind tun. Das wird Wyatt helfen, gesund zu werden.»

Seine erste «Verhaftung» hat der Kleine schon vorgenommen: Er nahm für kurze Zeit eine Krankenschwester im Spital fest, als diese bei ihm eine Blutentnahme machen wollte. Sheriff Stoffel lacht: «Wyatt muss in erster Linie die Anweisungen seines Sheriffs befolgen. Und die wichtigste lautet: Gesund werden!»

(kle)