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23. Juni 2010 06:34; Akt: 23.06.2010 07:23 Print

Leichenteile am Ground Zero entdeckt

Fast neun Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sind in den Trümmern des New Yorker World Trade Centers neue Leichenreste von Terroropfern gefunden worden.

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Bilder, die man nie vergisst: die brennenden Türme des World Trade Center am 11. September 2001 in New York. Terroristen hatten vier Passagierflugzeuge entführt und griffen damit die USA an. Im Bild sieht man die zweite Maschine, die in den Südturm des World Trade Centers fliegt. Dahinter brennt der Nordturm bereits. Zwei weitere Maschinen hatten das Pentagon und das Weisse Haus im Visier. Allein in den beiden Türmen des World Trade Center starben 2819 Menschen, darunter 343 New Yorker Feuerwehrleute. Der Anschlag hat die Skyline von New York für immer verändert. Rund 25 Minuten nach dem Einschlag der zweiten Maschine stürzte der südliche Tower ein und 30 Minuten später sackte auch der zweite Tower in sich zusammen. Die Menschen fliehen vor der immensen Staubwolke. Weltweit verfolgten Millionen Zuschauer das Drama im Fernsehen. Das Unfassbare war geschehen: Die USA waren auf ihrem eigenen Grund und Boden angegriffen worden. Nach diesen Anschlägen war die Welt eine andere. New York in Schutt und Asche. Die Fassungslosigkeit angesichts dieser Bilder dauert bis heute an. Amerika ins Herz getroffen. In den Trümmern suchen Feuerwehrleute nach Überlebenden. Ein Extrablatt vom 11. September 2001. Der damalige Präsident George W. Bush telefoniert in der Air Force One mit dem damaligen New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani. Die USA reagierten mit Vergeltungsschlägen gegen das Talibanregime in Afghanistan, wo sie die Urheber der Anschläge vermuteten: die al-Qaida unter Osama Bin Laden.

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Beim Durchsieben des Schutts seien 72 Teile von menschlichen Körpern gefunden worden, meldete die «Washington Post» am Dienstagabend (Ortszeit).

Die Hälfte davon sei in Trümmerstücken von der West Street entdeckt worden, einer an der Westseite des Geländes vorbeiführenden Stadtautobahn. Einige der Leichenteile hätten Opfern zugeordnet werden können, die bislang als vermisst galten.

Am 11. September 2001 waren in den beiden einstürzenden Türmen des World Trade Centers mehr als 2600 Menschen ums Leben gekommen, nachdem islamistische Terroristen zwei Flugzeuge in die Hochhäuser gelenkt hatten.

Derzeit entsteht an derselben Stelle wieder ein Gebäude. In den vergangenen zwei Monaten wurden etwa 600 Kubikmeter Trümmer auf Leichenreste durchsucht. Immer wieder werden bei solchen Aktionen die Überreste von Menschen gefunden.

(sda)