Busunglück bei Dresden

21. Juli 2014 14:33; Akt: 21.07.2014 15:35 Print

Letzter Insasse des Kleinbusses gestorben

Ein Reisebus war in der Nacht zum Samstag auf der Gegenfahrbahn in einen Kleinbus gerast. Fast 70 Menschen wurden verletzt, die Zahl der Opfer ist auf 11 gestiegen.

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Die Zahl der Toten des schweren Busunglücks auf einer Autobahn in Dresden ist auf elf gestiegen. Auch der letzte Insasse des Kleinbusses sei gestorben, sagte Lorenz Haase von der Dresdner Staatsanwaltschaft am Montag.

Ein Reisebus war in der Nacht zum Samstag zunächst auf einen anderen Reisebus aufgefahren und dann auf der Gegenfahrbahn gegen den Kleinbus gerast. Alle neun Insassen des ebenfalls aus Polen stammenden Kleintransporters verloren ihr Leben. Zwei der Opfer sassen laut Polizei in dem polnischen Reisebus. Weitere 69 Menschen wurden bei dem Unglück verletzt.

Bis Montagmittag konnten laut Polizei erst acht der Toten zweifelsfrei identifiziert werden. Es handelte sich um drei Frauen zwischen 38 und 75 Jahren sowie fünf Männer zwischen 32 und 56 Jahren. Sie stammten alle aus Polen.

Gegen den Fahrer des polnischen Reisebusses wird wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Die Ermittler gehen bislang davon aus, dass der Busfahrer übermüdet war.

Einen Haftbefehl gegen den 44-Jährigen hatte der Haftrichter am Sonntag abgelehnt, weil aus seiner Sicht keine Fluchtgefahr bestand. Der Fahrer wurde bei dem Unfall ebenfalls verletzt.

Mit den technischen Untersuchungen der drei Buswracks solle «im Laufe der Woche» begonnen werden, sagte ein Polizeisprecher. Die Gutachter wollen dabei nach möglichen Ursachen für den Unfall suchen.

(sda)