U-Boot-Bauer

26. September 2018 15:33; Akt: 26.09.2018 15:35 Print

Lebenslange Haft für Peter Madsen bestätigt

Der dänische U-Boot-Bauer Madsen ist wegen Mordes an einer Journalistin angeklagt. Am Mittwoch ist das Urteil gefallen.

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Peter Madsen (rechts) spricht am Kopenhagener Hafen zu einem Polizisten. Das Bild entstand am 11. August 2017, einen Tag, nachdem Madsen die schwedische Journalistin Kim Wall ermordet hatte. Im April 2018 wurde er verurteilt. Der schwedische Seerettungsdienst suchte in der Lundakra-Bucht nach der schwedischen Journalistin. Taucher standen im Einsatz, nachdem der Torso der Toten gefunden wurde. (23. August 2017) Polizeichef Jens Moeller informierte die Medien in Kopenhagen über den Fall. Die Polizei suchte entlang der dänischen Küste in der Nähe von Kopenhagen. (21. August 2017) Dänische Sicherheitskräfte unterstützten die Polizei beii der Suche. (21. August 2017) Spezialisten der Polizei untersuchten das U-Boot «UC3 Nautilus» im Hafen von Kopenhagen. (14. August 2017) Peter Madsen steht in seinem U-Boot. (Archivbild) U-Boot am Trockenen: Mithilfe von Tauchern konnte die «UC3 Nautilus» vor der dänischen Küste geborgen werden. Polizeiliche Untersuchung: Der Ermittlungsleiter der Kopenhagener Polizei, sagte vor den Medien, dass es so aussehe, als habe eine bewusste Handlung das U-Boot zum Sinken gebracht. (13. August 2017) Ist an Bord des U-Boots gestorben: Die schwedische Journalistin Kim Wall. Die vermisste Frau war an Bord des U-Boots: Ein Helikopter fliegt vor der Küste von Kopenhagen. (11. August 2017) Der Erbauer und Besitzer des U-Bootes: Peter Madsen. Er konnte von der Marine gerettet werden. Grösstes selbstgebautes U-Boot der Welt: Die UC3 Nautilus ist knapp 18 Meter lang und 38 Tonnen schwer. Hatte keine Verbindung zum Festland: Madsen erklärte, er habe aufgrund «technischer Schwierigkeiten» keinen Funkkontakt aufbauen können. Wegen einem Problem im Ballasttank sei die Nautilus schlussendlich gesunken. Das von den Behörden beschlagnahmte U-Boot.

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Der wegen Mordes in einem U-Boot verurteilte dänische Erfinder Peter Madsen ist mit seiner Berufung gescheitert. Das Gericht in Kopenhagen bestätigte am Mittwoch Madsens lebenslange Haftstrafe, die in Dänemark nicht zeitlich begrenzt ist.

Der 47-Jährige hatte laut Gericht im vergangenen Sommer die schwedische Journalistin Kim Wall in einem selbstgebauten U-Boot erst gefoltert, dann getötet und zerstückelt über Bord geworfen. Das Gericht ging von einem sexuellen Motiv aus.

Madsen wollte mit der Berufung eine zeitlich begrenzte Strafe erstreiten. Den Schuldspruch an sich akzeptierte er, obwohl er die grausame Tat nie zugegeben hat. Seine Anwältin hatte im Berufungsverfahren eine Haftstrafe zwischen 14 und 16 Jahren gefordert.

Der 47-Jährige hatte nach Überzeugung des Gerichts im August 2017 die 30-jährige Wall in seinem selbst gebauten U-Boot ermordet, ihre Leiche zerstückelt und die Teile mit Gewichten beschwert ins Meer geworfen. Vor Gericht hatte Madsen den Tod der Journalistin als Unfall dargestellt.

(sda)