Rekord-Kaution

12. Juni 2012 15:55; Akt: 12.06.2012 15:55 Print

Mafiaboss für 18 Millionen auf freiem Fuss

Die Yamaguchi-gumi sind die berüchtigsten Gangster Japans. Nun ist die eingesperrte Nummer zwei der Yakuza-Bande vorübergehend freigelassen worden - für eine rekordverdächtig hohe Kaution.

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Eine Kaution von umgerechnet 18 Millionen Franken hat ein Gericht in Japan für einen ranghohen Mafiaboss festgesetzt. Kiyoshi Takayama werde gegen Zahlung von 1,5 Milliarden Yen vorübergehend freigelassen, erklärte am Dienstag ein Gerichtssprecher in Kyoto.

Takayama gilt als Nummer zwei der berüchtigten Yamaguchi-gumi-Bande, dem grössten Mafia-Clan im Land. Der 64-Jährige muss sich wegen der Erpressung eines Bauunternehmers vor Gericht verantworten, den er um 40 Millionen Yen erleichtert haben soll. Gemäss Medienberichten befindet sich Takayama wegen seines schlechten Gesundheitszustandes im Spital.

Die japanischen Sicherheitskräfte gehen derzeit verstärkt gegen die Yakuza-Banden vor, wie die Mafia-Clans in Japan genannt werden. Im Gegensatz zur italienischen Mafia oder zu den chinesischen Triaden sind die Yakuza-Banden nicht verboten. Ihre Hauptquartiere sind sogar in Telefonbüchern zu finden. Dennoch sind sie wie andere kriminelle Banden unter anderem in Drogengeschäfte, Glücksspiel und Prostitution verwickelt.

(sda)