Bizarrer Mordversuch

06. Dezember 2011 16:39; Akt: 06.12.2011 17:15 Print

Mann begräbt Freundin bei lebendigem Leib

Ein 25-Jähriger hat im englischen Leeds seine Freundin lebendig beerdigt - weil er sie langweilig und nicht mehr attraktiv fand. Die Frau überlebte nur dank einer List.

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In einem Waldstück bei Huddersfield versuchte der 25-jährige Pole seine «langweilige» Freundin zu vergraben. (Symbolbild)

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Die tragische «Liebesgeschichte» begann vor sechs Jahren: Die 27-jährige Michelina Lewandowska und der 25-jährige Marcin Kasprzak kamen aus Polen nach Huddersfield, im englischen Leeds. Drei Jahre später kam ihr gemeinsamer Sohn Jakub zur Welt.

Doch die Beziehung schien den jungen Mann zu belasten. Vermehrt ging er mit seinen Freunden aus, blieb ganze Nächte weg. Seiner Freundin sagte er immer wieder, dass sie ihn langweile. Ausserdem sei sie nicht schön genug. «Die Mädchen im Fitnessclub sind hübscher», gab er an.

Also beschloss Kasprzak eines Abends im Mai, etwas zu tun, wofür er seit Dienstag vor Gericht steht: Er versuchte die Mutter seines Sohnes loszuwerden, indem er sie in einem Waldstück lebendig verbuddelte.

Getasert, gefesselt, begraben

Laut einem Bericht der englischen Zeitung «Daily Mail» taserte der Pole seine Freundin zwei Mal mit 300 000 Volt. Dann fesselte er sie, klebte ihr den Mund mit Paketband zu und steckte sie in eine alte Computerverpackung, in die er zwei Löcher bohrte. Gemeinsam mit seinem 18-jährigen Kumpel Patryk Borys stemmte er die Schachtel in den Kofferraum seines Autos und fuhr in den Wald.

Zwischen Bäumen gruben die Männer die Schachtel ein. Als die Kiste zugeschüttet war, legten sie noch einen 40 Kilo schweren Ast darauf. Dann fuhren sie zur nächsten Tankstelle, um mit Lewandowskas Bankkarte 500 Pfund (umgerechnet 720 Franken) abzuheben.

Er wollte «nicht töten», nur «beseitigen»

Dem Richter erzählte das Opfer, wie sie den schrecklichen Abend erlebt hatte. Anfangs sei sie bewusstlos gewesen, doch als die Männer sie mit Erde bedeckten, sei sie wieder wach geworden. Statt zu schreien, wartete sie ruhig – und völlig verängstigt – bis die Täter wegfuhren. 50 Minuten lang brauchte die 27-Jährige, um sich aus ihrem Grab zu befreien. Dann rannte sie zur Hauptstrasse und hielt einen Motorradfahrer an.

Vor Gericht gaben beide Angeklagten an, sie hätten die Frau nicht töten, sondern «nur aus dem Weg räumen» wollen. Der Staatsanwalt sieht das allerdings anders: Kasprzak und Borys hätten sehr wohl gewusst, welche Konsequenzen ihre Aktion haben würde. Das sei klar und deutlich ein Mordversuch.

Dazu kommt, dass Kasprzak seinen Facebook-Status zwei Wochen vor dem Vorfall auf «Single» änderte. Und noch mehr spricht dafür, dass die Tat geplant war: Am Tag des Verbrechens rief der Familienvater seine Mutter an und liess sie den gemeinsamen Sohn abholen. Die Kleider seiner Frau entsorgte er noch am selben Tag.

(kle)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • paul am 06.12.2011 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    sick

    Wie kann man nur?!!!!!!

  • M. Ysteriös am 06.12.2011 21:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Wie hat es die Frau geschaft da raus zu kommen? Ich wäre schon nach 10 minuten in Panik geraten, und sie hat es mehr als 50 Minuten ertragt.

  • Renate Studer Olten am 09.12.2011 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Liebesgeschichte

    Kennen sie den Unterschied zwischen dem Universum und der menschlichen Dummheit?? Es gibt keinen, es ist beides UNENDLICH

Die neusten Leser-Kommentare

  • Renate Studer Olten am 09.12.2011 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Liebesgeschichte

    Kennen sie den Unterschied zwischen dem Universum und der menschlichen Dummheit?? Es gibt keinen, es ist beides UNENDLICH

  • alain am 07.12.2011 02:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    krankrankrank

    Das ist ja abartig krank ! Knast für IMMER ! Der Fraue alles gute, solch einen horrortrip durchmachen ist auch nicht das wahre.....

  • Andy M am 07.12.2011 01:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ab in den Bunker für immer!

    Gratulation an die tapfere Frau, die in so einer lebensbedrohlichen Situation sich richtig verhalten hat. Ich wünsche Ihr von dieser Stelle aus das nächste mal einen liebevollern Ehepartner & Lebensgefährten & viel mehr Glück im weiteren Leben. Aber nun zu diesen zwei "Moerdern" die vorsätzlich den Mord in kauf nahmen sollte die aller hoechste Strafe sein, bis ans Lebensende weggesperrt von der Gesellschaft & arbeiten in Gefangenschaft für den Lebensunterhalt im Gefängnis. Nicht nur im Gefängnis einige Jahre absitzen, dies währe zu human. Eine sehr harte Strafe für beide!

  • sinnlose aktion am 06.12.2011 22:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einfach dumm

    wie dumm heut zu tage die menschheit ist..!! beiseite räumen... hallo.. gehts noch..?! nicht mehr normal sowas...

  • rin am 06.12.2011 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arme Frau

    Es ist richtig traurig das es so kranke Menschen auf der Welt giebt! Zum Glueck geht es aber der Frau gut!!