Neulich in China

10. April 2013 22:27; Akt: 11.04.2013 10:44 Print

Mann führt Aal anal ein – Mann lebt, Aal tot

Zweifelhafte Befriedigung: Chinesische Ärzte haben einem Mann das Leben gerettet. Er hatte einen Aal durch den «Hintereingang» in seinen Darm wandern lassen – er wollte eine Pornoszene nachstellen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Es hört sich an wie eine Schnapsidee, die mal wirklich für den Allerwertesten ist: Ein Chinese aus Shunde in der Provinz Guangdong musste im Spital per Not-OP gerettet werden, weil sich ein Aal in seinen Darm frass. Der 39-Jährige wollte laut «Metro» eine Szene aus einem Pornofilm nachstellen, als ihm sein Sexspielzeug aus den Fingern glitt.

Nachdem es Mensch und Ostasiatischem Kiemenschlitzaal dämmerte, dass die Situation der beiden völlig festgefahren war, musste der Mann den Krankenwagen rufen. «Bitte, bitte helft mir. Der Aal bewegt sich durch meinen Körper», bettelte er die verdutzen Sanitäter an, die ihn in ein Spital brachten. Die Ärzte brauchten Stunden, um Patient und Tier aus der mit Verlaub beschissenen Lage zu befreien. «Der Aal wollte einfach bloss einen Weg nach draussen finden», erklärte ein Doktor.

«Er lebte noch, als wir ihn rausholten»

Der Wasserbewohner, der kurzfristig auch an Land überleben kann, wog ein gutes halbes Kilogramm und war schmerzliche 50 Zentimeter lang. «Er lebte noch, als wir ihn rausholten, doch er starb bald darauf, was wohl eine Gnade war.» Keine Gnade fand dagegen das Gebaren des Patienten. «Das war eine besonders dumme Tat und hätte leicht schwere Verletzungen nach sich ziehen können. Aale haben kleine, aber sehr spitze Zähne.»

Für den Sodomisten kommt das dicke Ende aber erst noch. «Wir sind uns bewusst, was passiert ist», sagte ein Polizeisprecher. «Wir werden den 39-Jährigen wegen Tierquälerei verhören.» Zu allem Überfluss fand eine Ärztin die Sache so bizarr, dass sie in ihrem Blog darüber schrieb – und machte so publik, dass in Shunde ein Mann wohnt, der sich gerne mal anal mit schmierigem Getier befriedigt.

Andere Aal-Unfälle

Einige Chinesen erinnern sich aber möglicherweise an einen armen Tropf, der ein ähnliches Problem hatte. Im Mai 2010 hatte die «China News Agency» berichtet, dass ein Aal in einen 59-Jährigen gefahren war. Dieser Herr war daran aber völlig unschuldig: «Freunde» von ihm hielten es nach einem Trinkgelage in Sichuan für witzig, dem Schlafenden das Tier anal einzuführen.

In dem Fall war der Spass tödlich. Der Ostasiatische Kiemenschlitzaal frass sich durch die Eingeweide des Mannes, bevor er verendete. Den Chinesen rafften interne Blutungen und eine Infektion dahin.

Last but not least hat sich im September 2012 ein Aal quasi in der Haustür geirrt. Über die Umstände konnte der «New Zealand Herald» allerdings nur wenig berichten, weil Patienten im Krankenhaus von Auckland noch ein Recht auf Privatsphäre haben – ganz egal, womit sie verstopft sind.

(phi)