13 Tote in Kalifornien

08. November 2018 08:54; Akt: 08.11.2018 15:45 Print

«Auf der Tanzfläche hörte ich die Schüsse»

Ein Mann schiesst in einer Country-Bar im südkalifornischen Thousand Oaks auf Studenten. Es gibt 13 Tote, darunter der Schütze. Augenzeugen berichten von Chaos und Panik.

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Feuerwehrleute salutieren, als die Leichen der des erschossenen Polizisten vorbeigefahren wird. Eine Polizeiparade begleitet die Leiche des Polizisten Ron Helus. Polizisten durchsuchen das Haus des mutmasslichen Schützen. Menschen stehen Schlange, um ihr Blut für die Verletzten zu spenden. Dafür wurde der Eingang abgesperrt. Auch die Medien sind vor Ort. Die Gäste des Clubs stehen unter Schock. Matt Wennerstrom reagierte geistesgegenwärtig und schlug mit einem Stuhl ein Fenster ein, sodass viele Menschen flüchten konnten. In einer Country-Bar in Kalifornien sind Schüsse gefallen. 13 Personen starben. Die Tat ereignete sich am Mittwochabend (Ortszeit). Laut Augenzeugen hatten mehrere Menschen auf der Tanzfläche des Lokals getanzt, als plötzlich Schüsse fielen. Zum Zeitpunkt der Tat sollen sich laut Polizeiangaben mehrere Hundert junge Menschen in der Bar aufgehalten haben. Zur Tatzeit fand eine College Night statt, das Lokal war voll, wie eine Augenzeugin gegenüber «ABC News» berichtete. Auch der Schütze sei tot, berichten US-Medien. Der Schütze soll mindestens 30 Schüsse abgegeben haben. Die Tat ereignete sich in der Bar namens Borderline. Die Gäste versteckten sich während des Vorfalls in den Toiletten und unter Tischen. Der Mann soll Rauchbomben ins Lokal geworfen und dann das Feuer eröffnet haben, berichtet ein Augenzeuge gegenüber ABC7. Mindestens elf Menschen sollen angeschossen worden sein. Unter den Verletzten ist auch ein Polizist. Das Motiv des Täters ist derzeit unklar.

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In einer Bar in Kalifornien hat ein Mann am Mittwochabend (Ortszeit) das Feuer eröffnet. 13 Personen starben, darunter ein Polizist. Rund ein Dutzend weitere wurden verletzt. Augenzeuge John Hedge berichtet gegenüber «ABC7», dass der Verdächtige zudem Rauchbomben in den Eingangsbereich des Lokals geworfen habe. «Ich stand in der Nähe der Türe und sprach gerade mit meinem Stiefvater, als ich diese lauten Schüsse hörte. Peng, peng, peng. Es waren drei oder vier. Ich bin zu Boden gefallen. Vor mir lag der angeschossene Türsteher.» Er fährt fort: «Ich wusste es war live, es war real. Als nächstes schoss er auf die sehr junge Kassiererin.»

Eine andere Augenzeugin berichtet, dass mehrere Menschen auf der Tanzfläche in der Mitte des Lokals tanzten, als plötzlich Schüsse abgefeuert wurden. Sie suchte zuerst Schutz unter einem Tisch, «doch als es hiess, wir sollen alle rennen, rannte ich so schnell ich konnte aus dem Gebäude».

«Alle schrien ‹Runter!›»

«Eine Freundin von mir ist DJ, sie stellte die Musik ab. Wir liessen uns auf den Boden fallen und hörten viel Geschrei», sagt ein Verletzter zum lokalen Fernsehsender KTLA. Die Schüsse hätten sich wie ein Feuerwerk angehört.

«Ich war auf der Tanzfläche und hörte die Schüsse, ich blickte zurück und dann schrien alle plötzlich ‹Runter!›» sagte eine Zeugin zu KTLA. Dann sei es kurz ruhig gewesen, bevor jemand schrie: «Steht auf, er kommt!» Die 19-Jährige berichtet, sie sei niedergetrampelt und auf dem Boden liegen gelassen worden, bis ein «Typ hinter mir angerannt kam, mich packte und herauszog».

«Es herrschte Chaos»

Der Schütze habe aus kurzer Distanz auf die Opfer geschossen, berichtet ein junger Mann gegenüber dem «Ventura County Star». Er schoss nicht wirklich zufällig. Er sei in den hinteren Teil der Bar geflüchtet. Ich versteckte mich unter dem Billardtisch.

Eine andere Augenzeugin berichtet der Zeitung: «Ich wurde niedergetrampelt. Es herrschte Chaos. Wir haben Fenster mit Stühlen eingeschlagen, weil es keinen Ausweg gab.» Matt Wennerstrom schlug ein Fenster mit einem Barhocker ein, wie er gegenüber ABC7 erzählt. «Wir haben rund 30 bis 35 Leute durch das Fenster geschoben.»

Fremde hielten sich an den Händen

Eine 19-Jährige sagt gegenüber Sky News, sie habe sich mit einer Gruppe Fremder versteckt. Sie hätten sich an den Händen gehalten. «Es gibt viel Böses in der Welt, aber es gibt auch viel Gutes und die Menschen helfen einander», sagt sie.

Die Polizei meldete am Donnerstagmittag (MEZ), dass der Schütze tot ist. Über sein Motiv ist noch nichts bekannt.

(rab/kat/vro)