London

10. Dezember 2014 12:28; Akt: 10.12.2014 14:28 Print

Massen-Facesitting gegen die harte Porno-Zensur

Gegner des Porno-Gesetzes in Grossbritannien wollen sich am Freitag in Westminster versammeln, um in einem Massen-«Facesitting» gegen die Verbote zu protestieren.

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Etwa 500 Menschen haben angekündigt, vor dem Parlament in London ein sogenanntes Massen-«Face-Sitting» abzuhalten. (Bild: Keystone/Andy Rain)

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Am Freitag dürften rund 500 Leute vor dem Parlament in London für einen irritierenden Anblick sorgen: Sie wollen in einem sogenannten Massen-«Facesitting» Sex in der Öffentlichkeit simulieren und so gegen ein neues britisches Gesetz demonstrieren, welches das Zeigen einer ganzen Reihe von Sexualpraktiken in englischen Pornos verbietet. Das berichtet «The Independent» in seiner Online-Ausgabe. Am Freitag wollen die Abgeordneten über ebenjenes Gesetz debattieren.

Das Gesetz untersagt unter anderem die Darstellung von «Facesitting» (sich auf das Gesicht setzen), «Spanking» (Hinternversohlen) und «Squirting» (weibliche Ejakulation). Unter dem Hashtag #PornProtest werden Gegner des Gesetzes dazu aufgerufen, sich am 12. Dezember vor dem Parlamentsgebäude zu versammeln und Sexpraktiken zu simulieren – allerdings angekleidet.


Organisiert hat den Protest die Sexualtrainerin Charlotte Rose, die auch in einer Facebook-Gruppe zum Widerstand gegen das Gesetz aufruft. Mit der «Facesitting»-Aktion hofft Rose auch, ins Guiness-Buch der Rekorde zu kommen. «Dieses Gesetz ist nicht nur sexistisch, sondern nimmt den Leuten ohne deren Zustimmung auch jede Wahl», zitiert sie der «Independent». Man werde am Freitag für die persönliche Freiheit kämpfen, so Rose weiter.



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(mlr)