Klotzen statt Kleckern

06. Januar 2012 18:11; Akt: 06.01.2012 18:12 Print

Mazedonien gönnt sich einen Triumphbogen

Die Kassen sind leer, aber das kümmert den mazedonischen Staatspräsidenten wenig. Feierlich enthüllte er am Dreikönigstag das neue, monumentale Wahrzeichen der Hautpstadt Skopje.

storybild

Die Porta Macedonia, das neue Wahrzeichen der mazedonischen Hauptstadt Skopje. (Bild: AFP)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Grosser Prunk trotz leerer Kassen: Mit einem rund 5,3 Millionen Franken teuren Triumphbogen will Mazedonien an die eigene Unabhängigkeit erinnern. Das 21 Meter hohe klassizistische Bauwerk wurde am Freitag von Ministerpräsident Nikola Gruevski in der Hauptstadt Skopje enthüllt. Er sagte, die «Porta Macedonia» sei ein Zeichen des Triumphs für das vor 21 Jahren eigenständige gewordene Land. Das Denkmal geht einher mit einem überlebensgrossen Statue von Alexander dem Grossen auf dem Hauptplatz der Stadt.

Insgesamt gibt das Land rund 250 Millionen Franken aus für neue Denkmäler und Gebäude im klassizistischen Stil in Skopje. Die Opposition kritisiert, die Bauwerke seien Geldverschwendung. Mazedonien gilt als eines der ärmsten Länder Europas mit einer Arbeitslosenquote von 32 Prozent.

(ap)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • peter li am 07.01.2012 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Entwicklungsgelder

    Da wird wohl ein Teil der 1'500 Mio Franken Schweizer Entwicklungshilfe von 2010 mitverbaut worden sein. Sie hätten zumindest irgendwo noch ein kleines Schweizerkreuzchen als Dankeschön anbringen können... ;-)

    einklappen einklappen
  • andreas am 06.01.2012 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super....Super....

  • Philillip meier am 06.01.2012 19:41 Report Diesen Beitrag melden

    Hafenkran

    Und Zürich ?? Ebenfalls kein Geld in der Kasse aber eine Haufen Alteisen genannt Hafenkran aufstellen für mehrere millionen. Viel Besser!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kiril am 08.01.2012 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig!

    Ich bin selbst slawischer Mazedonier und habe mir auch die Frage gestellt über wen haben wir eigentlich triumphiert? Es gab Zeiten wo ich dachte das Mazedonien auf dem richtigen Weg sei, aber momentan sehe ich eher dunkle Zeiten auf unser Land zukommen. Und das man sich über einen Barbar wie Alexander den Großen streiten kann ist mir nachwievor ein Rätsel, was bringt es den Mazedoniern oder Griechen die direkten Nachfahren von Alexander dem Großen zu sein? Beide Länder sollten mal ihre nationalistische Politik überdenken und in die Zukunft schauen!

  • Zyklop am 08.01.2012 06:24 Report Diesen Beitrag melden

    Liebe/r Verfasser und Kritiker

    1. Die Erbauung dieser Denkmäler erschafft kurz und langfristig Arbeitsplätze, denken sie schärfer darüber nach. 2. Belegen sie bitte sehr die aussage der leeren Kassen, das kann nicht schlimmer sein als vor 10 Jahren, da die Kreditwürdigkeit des Landes laut Sämtlichen Raitingagenturen Gestiegen ist. 3.Als die Protestierende Opposition an der macht war betrug die Arbeitslosigkeit 45% und der lohn eines Normalverdieners war 150 bis 200 euro. 4. Auch ein armer Balkanstaat will mit Sehenswürdigkeiten glänzen, und so mehr Touristen anlocken Gratulation: weder Recherchiert noch Neutral.

  • A.C am 07.01.2012 18:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verschwendung!

    Die Leute haben keine Arbeit und somit auch kein Geld für Essen, Wohnen usw. Und dann wird das Geld "so" verschwendet? Ich, als Mazedonierin bin sehr froh, dass ich nicht dort leben muss!

  • Luan Shkreta am 07.01.2012 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Paradoxes Land & realitäts fremd

    Wenn man in Mazedonien ist, beklagen sich die Leute, dass alles sehr teuer ist und sie kein Geld haben. Inoffizieller Durchschnittslohn ist 350! Dieser ethnischerKonflikt wird durch solche geldverschwenderische Investitionen nur verschäft, da andere Städte nichts davon haben und somit die Bewölkerung an der Regierung zweifelt. Mit der Statue "Aleksander der Grosse" wird bestimmt auch der Konflikt mit Griechenland angespannt. Weiteres zur Wirtschaft: in Mazedonien wächst eine sehr grosse Privatkredit-Blase, da die Kreditvergabe schlecht vom Staat reguliert wird! Mazedonien - ein paradoxes Land

    • Mazedonier am 08.01.2012 15:47 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt nicht ganz.

      Der Durchschnittslohn liegt knapp über 20.000 Denar, das sind keine 350 Euro. Das sind 320 und ein Paar zerquetschte. Der inoffizielle liegt weit darunter.

    einklappen einklappen
  • Kadri Koxha am 07.01.2012 12:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist Mazedonien Mazedonien?

    Ich würde erst einmal abwarten was mit der Name der so genannten Mazedonien, abwarten was die Hellas dazu sagen. Es ist nicht richtig Mazedonisch Helden wie Alexander der Großen als Statue für denn neuen Staat Mazedonien zu benutzen. Wer Geschichte kennt weist Mann Alexander der Grosse hat in eine zeit gelebt als keinen einzigen Sllawen in heutigen Balkan gelebt hat, also etwas stimmt nicht wie können heutige Staat Mazedonien fremde Helden verehren. Wiele fragen bleiben offen ich wünsche beide Staaten viel Geduld und Mut diesen Problem zu lösen.