Apokalyptisches Licht

15. Februar 2013 09:19; Akt: 15.02.2013 17:00 Print

Meteoritenhagel im Ural fordert 1000 Verletzte

1000 Verletzte sind in Russland nach dem Meteoriteneinschlag zu beklagen. Dutzende erlitten schwere Blessuren. Schuld war die gewaltige Druckwelle. Unzählige Fensterscheiben barsten, Panik machte sich breit.

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Am 15. Februar 2013 explodierte über Russland ein Meteoroid bzw. kleiner Asteroid. 1500 Menschen wurden verletzt, 7000 Häuser wurden beschädigt. Im Bild: Die Rauchspur des Meteoriten am Himmel von Bolschoje Sidelnikowo, rund 50 Kilometer von Tscheljabinsk entfernt. Der Wettersatellit Meteosat 10 hatte den Meteoriten kurz nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre fotografiert. Weil viele Russen sogenannte Dashcams in ihren Autos installiert haben ... ... gibt es zahlreiche Aufnahmen, ... ... die den Meteoriten beim Verglühen zeigen. Kurz vor dem Einschlag war ein gleissend helles Licht am russischen Morgenhimmel zu sehen. Dieser Mann wurde durch die Druckwelle verletzt, die der Einschlag des Himmelskörpers ausgelöst hat. Die russische Region Tscheljabinsk liegt am Ural-Gebirge. Tscheljabinsk liegt rund 1500 Kilometer östlich von Moskau, an der Grenze zwischen europäischem und asiatischem Russland. In Tscheljabinsk wurden mehrere Gebäude beschädigt. In mindestens drei Städten, darunter Tscheljabinsk (Bild), sei es zu Sachbeschädigungen gekommen. Das Dach einer Zinkfabrik stürzte teilweise ein. Zu Beginn gab es Gerüchte, der Meteorit sei möglicherweise von Kampfjets abgeschossen worden. Fast 1500 Menschen wurden verletzt. Die meisten benötigten medizinische Hilfe wegen Schnittwunden und Prellungen. Im Bild: Eine Turnhalle in Tscheljabinsk. Die Druckwellen, die die Meteoritenfragmente auslösten, ... ... haben zu grossen Sachschäden geführt. Die Schäden innerhalb des medizinischen Instituts in Tscheljabinsk. Scherben in einer Waschküche. Die Hausbewohner entfernen zerbrochene ... ... Fensterscheiben. Danach begannen die Aufräum- und Reparaturarbeiten. Im Tscherbakul-See, etwa 80 Kilometer südwestlich von Tscheljabinsk, wurde am tag des Einschlags ein kreisrundes Loch von etwa sechs Meter Durchmesser entdeckt. Taucher suchten die Stelle nach dem Meteoriten ab, fanden jedoch den vermuteten zehn Tonnen schweren Brocken nicht. Erst am 16. Oktober 2013 konnten sie ein 570 Kilogramm schweres Fragment aus dem See bergen. Hier ist ein winziges Stück Gestein zu sehen, das vermutlich vom Meteoriten stammt.

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Ist dies ein Flugzeugabsturz oder gar der Weltuntergang? Der unheimliche Lichtblitz, die gigantische Explosion und die mächtige Druckwelle versetzen die Einwohner im zentralrussischen Ural am Freitagmorgen in verblüfften Schrecken.

Tatsächlich ist die Region von einem riesigen Meteoritenschauer getroffen worden, wie sich später herausstellt. Etwa tausend Menschen werden nach Angaben des Katastrophenschutzministeriums verletzt, bei den russischen Medien melden sich verstörte Augenzeugen.

«Ich fuhr gerade mit dem Auto, als der Platz von einem sehr, sehr hellen Licht erleuchtet wurde», sagt Wassili Roschko aus der Industriestadt Tscheljabinsk im Fernsehen. «Das war kein normales Licht.»

Als das Licht nach drei oder vier Sekunden wieder erloschen sei, sei ein Schweif am Himmel erschienen, berichtet Roschko. «Dann, während ich fuhr, explodierte es.» Nach Angaben des russischen Katastrophenschutzministeriums war es zu diesem Zeitpunkt etwa 09.20 Uhr (04.20 Uhr MEZ).

Fabrik stürzt zusammen

Im Internet veröffentlichte Amateurvideos zeigen die gigantischen Ausmasse des seltenen Naturschauspiels. Ein greller Lichtblitz, ein breiter, kilometerlanger Schweif am eisblauen Morgenhimmel, die Kraft der Druckwelle, als der Himmelskörper schliesslich explodiert - es sind erschreckende und zugleich faszinierende Bilder.

Die Schockwelle der Explosion lässt die Fenster in den Gebäuden von Tscheljabinsk und der umliegenden, gleichnamigen Region zerbersten. Das Dach und eine Mauer einer Zinkfabrik stürzen zusammen. Auch andere Gebäude sollen beschädigt sein.

Hunderte Menschen ziehen sich Schnittwunden und Prellungen zu, unter ihnen sind dutzende Schwerverletzte. Russische Fernsehsender zeigen Bilder von schwer blutenden Menschen.

«Unwirkliches Licht»

Die Internetseite «Lifenews» lädt ein Video hoch, das schreiende und weinende Kinder in der Schule Nummer 15 in Tscheljabinsk zeigt. Scherben und Holzsplitter aus den zerborstenen Fensterrahmen liegen auf dem Boden des Klassenraums.

«Erst war da dieses unwirkliche Licht, das die Klassenzimmer auf der rechten Seite der Schule erleuchtete», berichtet die Lehrerin Walentina Nikolajewa. «Diese Art von Licht sieht man nicht im normalen Leben, nur zum Weltuntergang.» Dann sei ein Schweif am Himmel erschienen, etwa zehnmal grösser als bei einem Flugzeug.

«Der Knall war so laut, als sei etwas wenige Stockwerke über uns explodiert. Der Raum begann richtig zu zittern», sagt Jelena Borisowa, eine Journalistin aus Tscheljabinsk, dem Sender Channel One. Ein anderer Zeuge sagt dem Radiosender Echo Moskau: «Wir waren so verängstigt, wir rannten raus in den Flur (...). Wir haben laute Explosionen gehört.»

Russischer Winter ohne Fenster

Das ganze Ausmass der Schäden bleibt am Freitag zunächst ungewiss. Aber klar ist, dass für die Einwohner der Millionenstadt Tscheljabinsk der Schrecken nicht vorbei ist.

Die Zerstörung der Fenster trifft die Bewohner in einer Zeit, da in der Region Temperaturen um minus 18 Grad Celsius herrschen. «In der Stadt ist Panik ausgebrochen. Die Menschen frieren, da sind hunderte Wohnungen ohne Fenster», sagt ein Anwohner in einem Telefonat mit einem russischen Fernsehsender.

Zur allgemeinen Panik trägt auch bei, dass selbst die Behörden zunächst darüber rätselten, was sich über dem Ural überhaupt zugetragen hatte. Im Internet kritisieren viele Menschen, dass die Behörden zu langsam reagiert hätten.

«Ich kann Ihnen im Moment nichts sagen. Ich weiss im Moment gar nicht, was los ist», sagt am Morgen ein Sprecher des Katastrophenschutzes in Tscheljabinsk einem örtlichen Radiosender. «Ich bin in der gleichen Situation wie Sie.»



(Video: Youtube/fed potapow)


(Video: Youtube/Thunder Child)


(Video: Youtube/Thunder Child)


(Video: Youtube/Григорий Ченцов)

Tscheljabinsk liegt rund 1500 Kilometer östlich von Moskau.

(sda)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Ich sehe diesen Meteoriten einschlag als Zeichen dafür, dass man sein Leben geniessen muss! Seit glücklich geniesst jeden Atemzug! Das Leben kann innert Sekunden vorbei sein wie dieses Beispiel zeigt! – Geniesser

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nurso am 15.02.2013 17:04 Report Diesen Beitrag melden

    Aliens

    Das waren Aliens! Und heute nacht fliegt das Mutterschiff vorbei um zu sehen ob die Invasion geglückt ist...hihi

  • Jörg,15.02.13 am 15.02.2013 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Meteroit Einschlag

    Was haben wir für eine Verlogene Wissenschaft gut konnte der Brocken in Teile Geschossen werden.Nicht Auszudenken das Ding wäre über ZH oder BS niedgegengen.So etwas muss konsequenten haben ,solche Leute gehören Suspendiert.

    einklappen einklappen
  • Louise am 15.02.2013 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Bei uns konnte man auch mal welche sehen

    Das ist aber schon lange her, so ca. 18 Jahre oder so. Bin nicht mehr sicher. Damals fuhr ich mit meinem ex von Winterthur nach Schaffhausen, und kurz nach Oerlingen sahen wir zwei kleinere "Kometen" von rechts nach links schräg nach unten fliegen. Über dem Wald geradeaus. Viele haben das damals gesehen, aber einen Einschlag hatte man nicht gespürt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • J. Meyer am 15.02.2013 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant u irgendwie beängstigend

    Da haben Asterix & Obelix gar nicht mal so unrecht, wenn sie immer meinten, ihnen würde der Himmel auf den Kopf fallen. Obwohl es wirklich kein angenehmer Gedanke ist, das in der Tat zu jeder Zeit ein Brocken auf unser Haupt schlagen kann, denke ich doch, dass dies nicht so oft passiert wie vielleicht suggeriert wird. Habe mal gelesen, die meisten solcher Körper verglühen bereits in der Atmosphäre u ich denke, passiere das Öfters wie im Ural, so würde es wohl auch in den Medien stehen. Dem ist aber nicht so.

  • Kusi am 15.02.2013 18:11 Report Diesen Beitrag melden

    Glück gha

    War nur einige hundert Kilometer vom geschehen entfernt und habe nichts, absolut gar nichts mitbekommen! Schöne Grüsse aus dem Osten

  • Herbie Unger am 15.02.2013 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keiner getötet...

    Mich wundert und erleichtert, das kein Mensch getötet wurde....oder kommt diese Meldung später?

  • Sandro am 15.02.2013 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer motzen

    Die Leute welche die Behörden kritisieren sollten es selber besser machen. Wette die hätten bei solch einem Ereignis keinen Plan was zu tun ist.

  • Geniesser am 15.02.2013 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Leben geniessen!

    Ich sehe diesen Meteoriten einschlag als Zeichen dafür, dass man sein Leben geniessen muss! Seit glücklich geniesst jeden Atemzug! Das Leben kann innert Sekunden vorbei sein wie dieses Beispiel zeigt!