Gelände abgeriegelt

02. Juni 2014 14:09; Akt: 02.06.2014 14:49 Print

Mit Bagger und Radar suchen sie nach Maddie

Das Areal, auf dem nach Madeleine McCann gesucht wird, ist grösser als ein Fussballfeld. Es befindet sich nahe der Ferienanlage im Süden Portugals, wo das Mädchen 2007 verschwand.

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Anfang September 2014 gab Scotland Yerd seine Absicht bekannt, in Portugal erneut zu ermitteln. Bei der Generalstaatsanwaltschaft in Lissabon war «in den zurückliegenden Wochen» ein entsprechendes Ersuchen der britischen Polizei eingegangen. Die Suche nach Madeleine McCann an der Algarve war am 11. Juni 2014 abgebrochen worden. Nach acht Tagen Suche hatte die Polizei keine Hinweise zum Verschwinden des Mädchens gefunden. Am 5. Juni hatte Scotland Yard noch gemeint, eine wichtige Entdeckung gemacht zu habe. Ermittler hatten in der Nähe der Ferienanlage an der Algarve im Süden Portugals Kleidungsstücke gefunden. Die Polizisten waren ausserdem auf ein Labyrinth ungenutzter Abwasserrohre gestossen, das sich über ein Gebiet erstreckt, das dreimal so gross ist wie die ursprünglich abgeriegelte Zone. Mit Mini-Kameras wurde das Tunnelsystem untersucht. Seit dem 2. Juni 2014 suchten Polizisten aus Portugal und Grossbritannien erneut nach Hinweisen auf den Verbleib der verschwundenen Madeleine McCann. Die Beamten untersuchten mit Spezialgerät eine Brachfläche an der Algarve, aus der die damals fast Vierjährige verschwunden war. Während acht Tagen untersuchten Experten das Gelände, das etwas grösser ist als ein Fussballfeld, auf kriminaltechnisch relevante Spuren. Dabei kamen Bagger, Hunde .... ... und Radar zum Einsatz. Beamte der portugiesischen Polizei sperrten das Gelände ab. Ein Polizist suchte das Buschland ab. Die britischen Behörden hatten den Fall wieder aufgenommen, nachdem Madeleines Eltern vor drei Jahren in einem Brief an Premierminister David Cameron beklagt hatten, die Behörden in Portugal und Großbritannien hätten nie genug getan, um das Schicksal ihrer Tochter zu klären. Scotland Yard liess mitteilen, man erhoffe sich mehr Beweise in dem Fall. Madeleine McCann verschwand im Mai 2007 aus ihrem Zimmer in der Ferienanlage Ocean Club in der Algarve, während ihre Eltern mit Freunden in einem naheliegenden Restaurant speisten.

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Die Polizei in Portugal hat auf der Suche nach dem seit sieben Jahren vermissten britischen Mädchen Madeleine McCann am Montag ein Gelände abgeriegelt. Das unbebaute und von Buschwerk bewachsene Areal befinde sich in der Nähe der Ferienanlage an der Algarve im Süden Portugals, aus der die damals fast Vierjährige im Mai 2007 verschwand, teilten die Behörden mit.

In den kommenden Tagen sollen Experten das Gelände, das etwas grösser ist als ein Fussballfeld, auf kriminaltechnisch relevante Spuren untersuchen. Dabei könnten Bagger, Hunde und Radar eingesetzt werden, hiess es. Weitere Details zu diesen jüngsten Entwicklungen gaben die portugiesischen Behörden unter Hinweis auf die anhaltenden Ermittlungen nicht.

Das Gelände liegt etwa 300 Meter von dem Ferienort Praia da Luz entfernt. Von dort verschwand das Mädchen kurz vor seinem vierten Geburtstag. Der Fall hatte weltweit für grosse Anteilnahme gesorgt.

Fahndung nach Verdächtigem

Neuen Schwung bekam die Suche nach dem Mädchen bereits in diesem Frühjahr. Damals leitet die Polizei eine Fahndung nach einem Mann ein, der in derselben Gegend zwischen 2004 und 2010 in von Briten bewohnte Ferienhäuser eingebrochen sein und junge Mädchen sexuell genötigt haben soll.

2008 hatte die portugiesische Polizei die Ermittlungen zum Fall Madeleine zunächst eingestellt, weil sie kein Verbrechen feststellen konnte. 2011 leitete die britische Polizei eine neue Untersuchung ein und fand neue Hinweise, darunter jenen auf den Einbrecher.

(sda)