05. April 2005 00:34; Akt: 05.04.2005 07:20 Print

Mit Erde aus der Heimat zur letzten Ruhe

Papst Johannes Paul II. wird am Freitag im Vatikan zu Grabe getragen. Seine letzte Ruhestätte ist die Krypta des Petersdoms.

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Dies teilte Vatikan-Sprecher Joaquín Navarro-Valls gestern nach der ersten Zusammenkunft des Kardinalskollegiums mit. Damit wurde die Hoffnung vieler Polen enttäuscht, dass der am Samstag verstorbene Pontifex entgegen der Tradition in seinem Heimatland beigesetzt werden könnte.

Er wird aber nicht ohne Heimaterde zur letzten Ruhe gebettet. Die Bürgermeisterin seines Geburtsortes Wadowice in Südpolen bringt ein Säckchen Erde zur Beisetzung mit.
Die Trauermesse auf dem Petersplatz, die am Freitag um 10 Uhr beginnen soll
und von SFDRS live übertragen wird, wird vom deutschen Kardinal Josef Ratzinger geleitet. An den Feierlichkeiten nehmen religiöse Würdenträger sowie Staats- und Regierungschefs aus aller Welt teil.

Unmittelbar nach der Trauerzeremonie wird der Papst zu Grabe getragen. Das Regelwerk «Universi Dominici Gregis» aus dem Jahr 1996 legt fest, dass ein Papst frühestens am vierten und spätestens am sechsten Tag nach seinem Tod beigesetzt wird.

Zwölf Träger überführten gestern den einbalsamierten Leichnam von Johannes Paul II. auf einer purpurnen Bahre vom Apostolischen Palast in den Petersdom, wo er bis Freitag öffentlich aufgebahrt ist. Es war das erste Mal, dass die Überführung der sterblichen Überreste eines Papstes live vom Fernsehen übertragen wurde.

(AP/SDA)