Rushkinoff

31. Juli 2014 08:01; Akt: 31.07.2014 12:57 Print

Mit Wodka-Husten aus den Mallorca-Ferien zurück

Tausende britische Touristen klagen nach ihren Ferien auf Mallorca über einen rätselhaften Husten. Der Verursacher ist allerdings kein Virus, sondern ein billiger Wodka.

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Nach den Ferien auf Mallorca kehren viele Briten mit einem rätselhaften Husten zurück. Schuld ist ein billiger Wodka. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Unangenehmes Mitbringsel aus den Mallorca-Ferien? Britische Ärzte behandeln dieser Tage Tausende Patienten mit einem starken, rätselhaften Husten. Die jungen Frauen und Männer haben eines gemeinsam: Sie sind erst kürzlich aus ihren Ferien auf der spanischen Insel zurückgekehrt und hatten tagelang den billigen Wodka der Marke Rushkinoff konsumiert.

Die Symptome sind immer dieselben: Kratzen im Hals, Heiserkeit, ein rasselnder Husten und allgemeines Unwohlsein. Das Leiden hat den Namen «Rushkinoff-Husten» bekommen, schreibt die «Daily Mail», denn die Krankheit sei offenbar direkt mit dem Konsum des preisgünstigen Getränks – die Literflasche kostet umgerechnet lediglich 3.60 Franken – verbunden.

Facebook-Gruppe gegründet

Die Opfer tauschen sich mittlerweile auf der Facebook-Gruppe «I got the Rushkinoff cough» («Ich habe den Rushkinoff-Husten») aus. Sie zählt bereits 12'000 Mitglieder.

«Wir dachten, dass der Wodka in Ordnung sei. Schliesslich wird er in jeder Bar serviert», schreibt die 22-jährige Samantha McCabe, die ihre Ferien auf Mallorca mit fünf Kollegen verbrachte. Auf TripAdvisor warnt eine Rebecca M: «Finger weg vom Rushkinoff-Wodka! Nach einer Woche habe ich meine Stimme komplett verloren.»

Die Marke ist auf der Ferieninsel Mallorca weit verbreitet. Entsprechend sieht der Hersteller Antonio Nadal den Grund für die Gesundheitsprobleme der Briten nicht bei seinem Produkt, sondern in den Mengen, die sie davon trinken. «Auf anderen Teilen der Insel, wo Deutsche, Skandinavier oder Italiener ihre Ferien verbringen, gibt es dieses Problem nicht», sagt Pressesprecherin Pilar Alonso. Rushkinoff erfülle alle EU-Richtlinien, meint sie weiter.

Für Touristin McCabe tönt das nach einer «Ausrede». «Ich bin keine grosse Trinkerin. Auch nicht in den Ferien. Die Symptome, die wir spüren, haben nichts mit einem Kater zu tun.»

(kle)