Schwester von Charleston-Schütze

17. März 2018 13:04; Akt: 17.03.2018 19:37 Print

«Ich hoffe, ihr werdet alle erschossen»

Waffen- und Drogenbesitz und ein hasserfüllter Post auf Social Media: Die Polizei von South Carolina nahm die jüngere Schwester des Todesschützen von Charleston in Gewahrsam.

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Morgan Roof, die jüngere Schwester des Todesschützen von Charleston, wurde am Mittwoch wegen Drogen- und Waffenbesitzes auf dem Schulgelände verhaftet. Die 18-Jährige hatte Cannabis dabei und trug einen Pfefferspray sowie ein Messer bei sich.

Morgan ist die Schwester von Dylann Roof, der im Juni 2015 einen schwarzen Pastor und acht schwarze Gläubige in einer Kirche in Charleston mit einer Pistole erschossen hatte. Der damals 22-jährige Weisse hatte vor seiner Tat im Internet ein Pamphlet zu seinen rassistischen Motiven veröffentlicht. Im Januar 2017 wurde Dylann Roof von einem US-Bundesgericht zum Tode verurteilt.

Eine schrecklich rassistische Familie

Ein hasserfüllter Post der Studentin rief jetzt die Polizei von Richland County in South Carolina auf den Plan. Auf Snapchat hatte sich Morgan Roof zu einem Friedensprotest geäussert. Ihre Mitschüler hatten einen nationalen Marsch gegen Waffengewalt organisiert und Roof schrieb: «Ihr lauft jetzt für 17 Minuten, aber das wird nichts ändern, oder was zum Teufel denkt ihr, dass das bewirken wird? Ich hoffe, es ist eine Falle und ihr werdet alle erschossen. Wir wissen ja, dass ziemlich sicher ausschliesslich Schwarze da mitlaufen.»

Die Schulbehörde habe die Polizei alarmiert, nachdem Schüler der AC Flora High School den Inhalt des Posts gemeldet hätten, berichtet «The Olympian».

Gegenüber «Yahoo News» beschrieb ein Nachbar der Familie die 18-Jährige als «scheue und freundliche Jugendliche, die Tiere liebt und niemals ein aussergewöhnliches Verhalten zeigte». Der «sehr unangebrachte Post» von Morgan Roof zwang allerdings die Schulleiterin, die Behörden zu informieren. Wenig später meldete sich der Gouverneur von South Carolina zu Wort: Mit der Tat habe man «eine potenzielle Tragödie» verhindert.

(kle)