Drogen und falsche Freunde

18. November 2019 14:09; Akt: 18.11.2019 16:03 Print

Müllmann wird Millionär und endet als Obdachloser

Umgerechnet 16 Mio. Franken räumte Mickey Carroll 2002 im Lotto ab – 2013 war von dem Vermögen nichts mehr übrig. Eine Geschichte, die trotzdem ein Happy-End hat.

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Mickey Carroll lebte in Norfolk (GB) als einfacher Müllmann, bis er sich 2002 als 19-Jähriger für umgerechnet 1.60 Franken ein Lotterielos kaufte. Nur kurze Zeit später war er um umgerechnet 16 Millionen Franken reicher – er hatte mit seinem Los den Jackpot geknackt.

Lottogewinner hatte nicht einmal ein eigenes Bankkonto

Bis zu seinem Lottogewinn hatte der Mann aus dem Osten Englands nicht einmal ein Bankkonto besessen. Plötzlich konnte er sich alles kaufen – und tat es auch gleich: Häuser, Autos, Drogen, Frauen, falsche Freunde. «Morgens zog ich drei Linien Kokain und trank eine halbe Flasche Wodka. Danach bin ich aufgestanden», erinnert sich Lotto-King Carroll im Gespräch mit dem «Mirror».

Haus verwüstet und im Gefängnis gelandet

Mit seinem Lottogewinn kaufte sich Carroll ein Landhaus, das er nur kurz darauf komplett verwüstete. Er schlug Fenster ein, prügelte sich und landete dafür im Gefängnis. Seine Partnerin Sandra Aitken, die zum Zeitpunkt seines Lottogewinns im 7. Monat schwanger war, verliess ihn 2003 kurz nach der Hochzeit.

Nach elf Jahren war das ganze Geld verprasst. Sein Landhaus wurde versteigert, Carroll stürzte ab. Drei Monate schlief er in einer Obdachlosen-Unterkunft, arbeitete für ein paar Euros in einem Schlachthof. Heute hat er sich wieder ein wenig gefangen: Carroll lebt in einer schottischen Kleinstadt zur Miete, schleppt Kohlen, zehn Stunden pro Tag. Unglücklich ist er darüber nicht. «Ich bin froh, dass ich noch lebe», sagt Carroll. «Es ist auch nicht schiefgegangen. Ich hatte die besten zehn Jahre meines Lebens – für nur ein Pfund.» Lotto, sagt er, spiele er nur noch selten.

(heute.at)