Zu gefährlich

24. Februar 2014 12:09; Akt: 24.02.2014 12:16 Print

Muslime dürfen nicht auf den Mars fliegen

Es ist offiziell: Muslimen wird die Einwegreise zum Mars verboten. Das Risiko, «daran zu sterben», sei viel zu hoch, heisst es in einem frisch erlassenen Fatwa.

«Curiosity» ist schon oben. Alles über den Mars-Rover erfahren Sie in der Infografik.

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Die oberste Behörde für islamische Angelegenheiten in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat gesprochen: Muslimen ist die Teilnahme an Mars-Missionen nicht erlaubt. Das entschied das Komitee am Mittwoch, nachdem bekannt geworden war, dass sich etwa 500 Saudis und andere Araber freiwillig für eine Mars-Mission angemeldet hatten.

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Solche Reisen stellten «eine reale Gefahr für das Leben» dar und «das kann im Islam nicht gerechtfertigt werden», urteilte der Ausschuss laut «Al Arabiya». Weiter: «Es besteht die Möglichkeit, dass ein Mensch, der zum Planeten Mars reist, nicht in der Lage ist, am Leben zu bleiben. Er ist anfälliger, einen unnatürlichen Tod zu sterben.»

Mars-Reisen mit Suizid gleichgestellt

Muslime, die für die Mars-Reise «ohne gerechtfertigten Grund» ihr Leben in Gefahr bringen, müssen mit einer vergleichbaren Strafe im Jenseits rechnen, wie jemand, der Suizid begeht, heisst es im entsprechenden Fatwa, dem islamischen Rechtsspruch.

Die niederländische Firma «Mars One» sucht Kandidaten, die ab dem Jahr 2024 willig sind, den Roten Planeten zu bevölkern. Die Bewerber müssen zwischen 18 und 40 Jahre alt und in guter körperlicher Verfassung sein. Der Ticketpreis beträgt 38 Millionen Dollar. Eine Rückreise ist nicht inbegriffen – und auch nicht geplant, weil die dazu nötige Technologie fehlt. Über 200'000 Freiwillige haben sich laut «Al Arabiya» bereits beworben.

(kle)